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USDA senkt Maisprognose für 2026/27 um 8 Mio. Tonnen weltweit

Die jüngste Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) für die weltweite Maisproduktion 2026/27 wurde um 8 Millionen Tonnen auf etwa 1,291 Milliarden Tonnen gesenkt. Diese Anpassung reflektiert gedämpfte Erwartungen in mehreren Ländern, darunter auch den USA.

Einflussfaktoren auf die Maisproduktion

Besonders in den USA, wo die Ernte bereits begonnen hat, wird ein Rückgang der Maisproduktion erwartet. Die neue Schätzung liegt bei 401,3 Millionen Tonnen, was einen Rückgang um mehr als 5 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Auch Indien, Kenia und Russland verzeichnen niedrigere Ernteerwartungen. Allerdings könnten höhere Erträge in der Europäischen Union, Kanada und Paraguay diese Verluste teilweise ausgleichen.

Indiens Produktionsrückgang ist laut USDA auf eine reduzierte Anbaufläche und unzureichende Niederschläge zurückzuführen. Die Haupternteperiode von September bis Dezember könnte dadurch beeinträchtigt werden. Kenia hingegen kämpft mit einer anhaltenden Trockenheit, die zu erheblichen Einbußen führen könnte. Das Land plant daher, im Jahr 2026/27 eine Rekordmenge von voraussichtlich 2,3 Millionen Tonnen Mais zu importieren, um die Versorgung sicherzustellen.

Sinkende Maisreserven weltweit

Auch die globalen Maisvorräte am Ende der Saison 2026/27 wurden nach unten korrigiert. Das USDA prognostiziert nun 272,1 Millionen Tonnen, was einen Rückgang von 2,5 Millionen Tonnen im Vergleich zur vorherigen Schätzung darstellt. Dies liegt jedoch immer noch im oberen Bereich der Markterwartungen.

An der Chicago Mercantile Exchange (CME) reagierten die Maispreise zunächst mit einem Anstieg von etwa 2% auf den Bericht. Doch diese Rallye blieb kurzlebig: Bereits eine Stunde später fielen die Preise wieder um fast 1% auf rund 178,77 Euro pro Tonne.

Steigende Weizenproduktion

Im Gegensatz dazu zeigt sich beim Weizen ein positiveres Bild: Die globale Produktion für 2026/27 wurde um 3,1 Millionen Tonnen auf insgesamt 822,4 Millionen Tonnen angehoben. Auch die Endbestände wurden um rund 3 Millionen Tonnen auf 276,29 Millionen Tonnen hochgestuft.

Ausschlaggebend für diesen Anstieg ist vor allem Australien mit einer erwarteten Erntemenge von nun 31 Millionen Tonnen. Auch in der Ukraine wurden die Produktionsprognosen angehoben. Demgegenüber stehen jedoch geringere Erwartungen für die Europäische Union und Russland.

Kleine Veränderungen bei Sojabohnen

Die Vorhersagen für Sojabohnen blieben weitgehend stabil: Die globale Produktion stieg leicht auf 442,3 Millionen Tonnen. Höhere Erwartungen in den USA und Kanada konnten Abwärtskorrekturen in Indien und der EU weitgehend kompensieren.

Trotz dieser leichten Anpassungen gerieten die Sojakurse an den internationalen Terminmärkten unter Druck. An der CME fiel der Preis nach Veröffentlichung des Berichts um 2,6%, was einem Kurs von rund 409,81 Euro pro Tonne entspricht.