Die Vergabe des PETA Vegan Awards 2026 an die Rewe Group hat bei vielen Tierhaltern für Unmut gesorgt. Die Entscheidung, diesen Preis anzunehmen und in der Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, wird von einigen Landwirten als Provokation empfunden. Grund dafür ist die kritische Haltung von PETA gegenüber der Nutztierhaltung, einem wesentlichen Bestandteil des Sortiments von Rewe.
Rewe betont Sortimentvielfalt
Thomas Bonrath, Pressesprecher der Rewe Group, erklärte, dass der Preis die Verfügbarkeit und Vielfalt des veganen Angebots würdigt. Er unterstrich jedoch, dass tierische Produkte weiterhin ein zentraler Bestandteil des Sortiments bleiben werden. Laut Bonrath arbeitet Rewe mit über 20.000 Landwirten zusammen und setzt sich aktiv für das Tierwohl ein.
Keine klare Distanzierung von PETA-Methoden
Trotz der Kontroversen um die Methoden von PETA distanziert sich Rewe nicht ausdrücklich von der Tierrechtsorganisation. Bonrath führte aus, dass die Teilnahme an solchen Auszeichnungsveranstaltungen nicht bedeutet, dass alle Ansichten der Organisation geteilt werden. Der Umgang mit unterschiedlichen NGOs sei Teil des täglichen Geschäfts eines Vollsortimenters.
Ungeklärte finanzielle Verbindungen
Eine offene Frage bleibt die finanzielle Beziehung zwischen Rewe und PETA Deutschland e.V., da keine Angaben zu möglichen Zahlungen oder Sponsorings gemacht wurden. Diese Unklarheit trägt zur Kritik aus landwirtschaftlichen Kreisen bei.
