Die jüngste Hitzewelle in Devon, Südengland, hat zu einer drastischen Erhöhung des Wasserverbrauchs geführt, was eine ernste Herausforderung für den Geflügelbetrieb der 2 Sisters Food Group darstellt. Der lokale Wasserversorger South West Water sah sich gezwungen, die Wassernutzung einzuschränken, nachdem der tägliche Konsum um rund 5,4 Millionen Liter gestiegen war.
Einschränkungen in der Produktion
Bereits Mitte Juli 2026 musste der Schlachthof von 2 Sisters aufgrund der Knappheit seine Produktion weitgehend einstellen. Zwar konnte der Betrieb nach einer kurzen Pause wieder anlaufen, allerdings bleibt er wegen der anhaltenden Wasserrationierung beeinträchtigt. Normalerweise verarbeitet das Werk zwischen 900.000 und 1 Million Hühnern pro Woche.
Kritische Lage für das Tierwohl
Das Unternehmen betonte die essenzielle Rolle von Wasser bei der Verarbeitung und Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards. Trotz einer Reduzierung des Wasserverbrauchs um fast 30% warnt 2 Sisters davor, dass weitere Einsparungen den Betrieb sowohl rechtlich als auch im Hinblick auf den Tierschutz unmöglich machen könnten. Die Situation sei kritisch; bei länger andauernden Ausfällen müssten die Tiere womöglich auf andere Anlagen verteilt werden.
Notmaßnahmen für die Wasserversorgung
Um die Krise zu bewältigen, erhöhte South West Water vorübergehend sowohl den Durchfluss als auch den Druck in den Leitungen. Zusätzlich plant 2 Sisters den Einsatz von Tankwagen zur Wasserversorgung und die Installation stationärer Wassertanks auf dem Gelände. Der Wasserversorger legte Prioritäten fest: Zuerst soll die Versorgung von Haushalten und die menschliche Gesundheit gesichert werden, gefolgt vom Tierschutz und zuletzt den geschäftlichen Bedürfnissen.
