Die Philippinen haben kürzlich ihr Importverbot für spanisches Schweinefleisch aufgehoben, das ursprünglich aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhängt wurde. Diese Entscheidung könnte den Druck auf den EU-Schweinemarkt verringern, da Spanien als größter Schweinefleischproduzent der EU stark auf den Export in Drittländer angewiesen ist.
Regionalisierung als Lösung
Laut dem philippinischen Landwirtschaftsministerium erkennt das Land nun die Regionalisierung an. Das bedeutet, dass spanisches Schweinefleisch und Nebenprodukte aus ASP-freien Regionen wieder importiert werden dürfen. Dieses Prinzip der Regionalisierung stellt sicher, dass nur die betroffene Region von Handelsbeschränkungen betroffen ist, während andere Gebiete weiterhin exportieren können.
Im Fall Spaniens betrifft dies hauptsächlich die Provinz Barcelona, wo Ende November 2025 ASP bei Wildschweinen festgestellt wurde. Andere Regionen Spaniens können daher weiterhin in Länder exportieren, die diese Regionalisierungsstrategie anerkennen, darunter China, Südkorea und neuerdings auch die Philippinen.
Wichtige Exportmärkte im Fokus
Neben den Philippinen ist Japan ein weiterer bedeutender Markt für spanische Schweinefleischexporteure. Nach dem ASP-Ausbruch im November 2025 hatten sowohl Japan als auch die Philippinen ihre Märkte für spanisches Fleisch gesperrt. Der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas versucht derzeit, Japan ebenfalls von der Regionalisierung zu überzeugen. Der japanische Markt ist besonders wertvoll für Spanien, da dorthin vor dem Importstopp vor allem hochwertige Teilstücke geliefert wurden.
Auswirkungen auf den EU-Markt
Die Rückkehr der Exporte nach Asien könnte den europäischen Schweinemarkt entlasten. Nach den Importsperren mussten spanische Exporteure vermehrt innerhalb der EU verkaufen, was zu einem Preisverfall führte. In Spanien fiel der Schweinepreis rasch auf 1,00 € pro Kilogramm Lebendgewicht und auch die VEZG-Notierung zeigte Anfang des Jahres einen deutlichen Rückgang.
Trotz Feiertagen und günstigen Wetterbedingungen blieb der Preis hinter den Erwartungen zurück. Die Wiederaufnahme der Exporte auf die Philippinen könnte nun helfen, diese Marktsituation zu stabilisieren und langfristig positiv zu beeinflussen.
