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Trump-Xi-Treffen: Sojabohnenpreise unter Druck nach enttäuschenden Verhandlungen

Nachdem das jüngste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking ohne nennenswerte Fortschritte im Agrarsektor endete, gerieten die Preise für Sojabohnen unter Druck. Die zuvor erzielten Kursgewinne an der Chicagoer Handelsbörse (CME) wurden am 15. Mai größtenteils wieder aufgegeben.

Verlorene Kursgewinne trotz Hoffnung auf Handelsfortschritte

Am Mittwoch, unmittelbar vor dem Beginn des zweitägigen Treffens der US-amerikanischen Delegation in China, lag der August-Kontrakt für Sojabohnen bei 12,22 US-Dollar je Bushel. Doch bis Freitagabend fiel der Preis auf etwa 11,76 US-Dollar je Bushel zurück, was einem Rückgang von knapp 4% im Vergleich zum Höchststand entspricht.

Lange Zeit war die USA Chinas Hauptlieferant für Soja. Doch durch den Handelskonflikt zwischen beiden Nationen hat sich dieser Marktanteil zugunsten südamerikanischer Produzenten verschoben. Viele Händler hatten darauf gehofft, dass Trumps Besuch mit seiner Delegation in China zu konkreten Absprachen im Sojahandel führen würde.

Unklare Zukunft des Sojahandels

Diese Erwartungen blieben unerfüllt. Zudem besteht weiterhin Unklarheit darüber, wie China die bereits beim Treffen im Herbst 2025 in Busan gemachten Kaufzusagen umsetzen wird. Diesbezüglich herrscht Unsicherheit bezüglich der tatsächlichen Einhaltung dieser Absprachen.

US-Finanzminister Scott Bessent äußerte sich am Rande des Treffens und sagte laut Reuters, dass das Thema Sojabohnen durch das Abkommen von Busan abgedeckt sei. Dieses Abkommen sieht vor, dass China bis 2028 jährlich 25 Millionen Tonnen Sojabohnen aus den USA importieren soll.