Die jüngsten Entwicklungen an den Agrarmärkten zeigen deutliche Schwankungen, insbesondere bei Weizen, Sojabohnen und Mais. Während an der Euronext die Weizenpreise am Freitag mit einem Verlust von 3,75 € auf 209,75 €/t schlossen, konnte dennoch ein Wochenplus von 2,50 € verzeichnet werden. Auf der anderen Seite der Atlantik senkten die Weizen-Futures in Chicago um 22,5 Cent auf 6,36 US-$/bu, was den wöchentlichen Gewinn auf 17,75 Cent reduzierte. Frankreichs Weichweizenbestände sind stabil und beeinflussen die Preisgestaltung auf dem Weltmarkt.
Ölsaatenmarkt: Raps erholt sich
Der Rapsmarkt zeigte sich zum Ende der Woche erholt. Der Frontmonat August stieg um 4,25 € auf 524,25 €/t und erzielte damit einen Wochengewinn von 13 €. Die steigenden Rohölpreise und die Verbesserung der Pflanzenölkurse wirkten unterstützend. Im Gegensatz dazu standen die Sojabohnen in Chicago unter Druck, da keine neuen Handelsnachrichten im Rahmen des Besuchs von US-Präsident Trump in China bekannt wurden. Der Sojabohnen-Frontmonat verlor 15,5 Cent und schloss bei 11,77 US-$/bu.
Mais: Enttäuschung nach Trump-Besuch
An der CBoT verzeichnete Mais am Freitag einen Rückgang von 11,75 Cent und schloss bei 4,56 US-$/bu. Dies führte zu einem Wochenverlust von insgesamt 15,5 Cent. Auch an der Euronext fiel der Maispreis um 3,25 € auf 213,75 €/t. Händler hatten gehofft, dass Trumps China-Reise positive Impulse setzen würde; diese blieben jedoch aus. In Frankreich ist die Maisaussaat nahezu abgeschlossen mit einem Fortschritt von 95 Prozent.
Kartoffeln: Nachfrage nach Spezialsorten steigt
Während am Terminmarkt für Kartoffeln kaum Bewegung herrschte und der Juni26-Kontrakt stabil bei 18,50 €/dt blieb, zeigt sich am Kassamarkt ein leichter Anstieg der Nachfrage nach Spezialsorten. Insbesondere die niederländische PotatoNL-Notierung sowie der EEX-Potato-Index konnten leichte Zugewinne verzeichnen.
Milchprodukte: Stabile Marktbedingungen
Der Handel mit Milchprodukten bleibt weiterhin ruhig. Der Butterpreis an der EEX verharrte weitgehend unverändert mit dem Frontmonat Mai bei 3.900 €/t. Magermilchpulver hingegen konnte einen leichten Anstieg um 10 € auf 2.938 €/t verbuchen. Ein schwächerer Euro hat die Exportmöglichkeiten für EU-Milchpulver verbessert.
