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Verschärfte Rationierung von Gemüse und Obst in britischen Supermärkten aufgrund multipler Krisen

In haben die Supermarktketten Asda und Morrisons Maßnahmen ergriffen, um den Kauf bestimmter - und Obstsorten zu rationieren. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf eine Vielzahl von Herausforderungen, darunter ungünstige Witterungsbedingungen in den Hauptanbaugebieten sowie innerbetriebliche Probleme. Ab dem 22. Februar dürfen Kunden in den Filialen von Morrisons nur noch jeweils zwei Packungen Tomaten, Gurken, Salat und Paprika erwerben. Asda hat diese Beschränkungen zusätzlich auf Brokkoli, Blumenkohl und Himbeeren ausgeweitet.

Die Hintergründe für diese Engpässe sind vielschichtig. In Südeuropa und Nordafrika, wichtigen Lieferregionen für Großbritannien, haben ungünstige Wetterbedingungen die Ernten beeinträchtigt. Gleichzeitig hat die britische Gemüseproduktion, laut Minette Batters, Präsidentin der National Farmers Union (NFU), den niedrigsten Stand seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1985 erreicht. Viele britische Gewächshäuser haben aufgrund gestiegener Heizkosten die Produktion reduziert. Frostschäden haben zusätzlich die Ernten von Feldfrüchten wie Karotten, Pastinaken und Kohl beeinträchtigt.

Nicht nur in Großbritannien, sondern auch in den Niederlanden, einem weiteren wichtigen Exportland für Gemüse, wurden Produktionen in beheizten Gewächshäusern wegen hoher Energiekosten zurückgefahren. Diese Faktoren, zusammen mit den Auswirkungen des Brexit, der die Importe mit zusätzlicher und höheren Kosten belastet, haben zu erheblichen Preissteigerungen und Lieferengpässen geführt.

Andrew Opie vom British Retail Consortium, einem Wirtschaftsverband für Einzelhandelsunternehmen, prognostiziert, dass die Lieferengpässe bei Obst und Gemüse noch einige Wochen anhalten werden. Die aktuelle Situation zeigt die Fragilität der Lebensmittelversorgungsketten und die Abhängigkeit von importierten Produkten.

Parallel dazu kündigten britische an, ihre Produktionen zu reduzieren. Etwa 40 Prozent der Rinderhalter und 36 Prozent der Schafhalter planen, ihre Betriebe im Laufe des nächsten Jahres zu verkleinern. Die Gründe hierfür sind vielfältig und umfassen gestiegene Kosten durch den Ukraine-Krieg, den erschwerten Handel durch den Brexit, Personalmangel und den Klimawandel.

Die Lage ist so ernst, dass die NFU-Präsidentin Batters die Regierung zum Handeln aufgerufen hat, um die landwirtschaftliche Produktion zu stützen und die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit für eine umfassende Strategie, die sowohl die landwirtschaftliche Produktion als auch die Resilienz der Lebensmittelversorgungsketten stärkt.

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