Die Pelletspreise haben sich Anfang Juni stabilisiert, ohne weitere Rückgänge zu verzeichnen. Dennoch bleibt die Kaufbereitschaft der Verbraucher extrem gering. Viele potenzielle Käufer spekulieren auf einen weiteren Preisrückgang im Laufe des Monats, obwohl dies keineswegs sicher ist.
Regionale Preisschwankungen und aktuelle Marktlage
Laut den Daten von Heizpellets24 variieren die Preise für Pellets regional stark: In Thüringen kostet eine Tonne etwa 337 Euro, in Niedersachsen sind es 368 Euro, und im Saarland sogar 372 Euro. Dennoch können Kunden in acht Bundesländern Pellets für weniger als 350 Euro pro Tonne erwerben. Trotz dieser Preisstabilität ist die Nachfrage weiterhin sehr niedrig.
Seit dem Höchststand im Februar sind die Pelletspreise kontinuierlich gesunken, jedoch hat sich dieser Trend in den letzten Tagen nicht fortgesetzt. Die schwache Nachfrage könnte durch die Hoffnung auf weiter sinkende Preise beeinflusst sein, insbesondere angesichts der fallenden Holzpreise und der gut gefüllten Lagerbestände der Sägeindustrie.
Kaufzurückhaltung trotz stabiler Preise
Anfang Juni bleibt der Preis für lose Pellets im Bundesdurchschnitt bei etwa 350 Euro je Tonne, vergleichbar mit Ende Mai, aber deutlich unter den Preisen von März. Sackware kostet weiterhin rund 400 Euro pro Tonne. Experten raten Verbrauchern, auf Sackware auszuweichen, um ihre Vorräte bis zum Sommer zu strecken.
Die strategische Planung beim Pelletskauf spielt eine größere Rolle als in den kalten Monaten. Der Nachkaufbedarf sinkt mit wärmerem Wetter erheblich. Diese Faktoren führen dazu, dass die Kaufbereitschaft nahezu bei null liegt.
Zukunftsausblick und mögliche Entwicklungen
Viele Pelletkunden erwarten einen weiteren Preisrückgang und planen erst Ende Juni oder Juli größere Mengen zu kaufen. Nur etwa 3 Prozent der Kunden beabsichtigen derzeit einen Kauf, was einem Rückgang von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum Vormonat entspricht.
Trotz relativ kurzer Lieferzeiten von 17 Tagen halten sich die Händler aufgrund geringer Auftragslage zurück. Die Marktbeobachtung durch die Kunden wird als sehr hoch eingestuft, da sie genau verfolgen wollen, wie sich die Preise entwickeln werden.
Sollten die Preise weiter fallen oder stagnieren, könnte dies dazu führen, dass Verbraucher ihre geplanten Käufe vorverlegen. Die kommenden Wochen könnten daher entscheidend für den Markt sein.

