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EU-Schlachtrindermarkt: Preise für Jungbullen und Schlachtkühe fallen

Der europäische Schlachtrindermarkt steht in der Woche zum 19. Juli unter erheblichem Druck. Während die Nachfrage aufgrund der Sommerflaute und der Ferienzeit ohnehin schwach ist, führt ein Überangebot zu einem weiteren Rückgang der Preise für Jungbullen, Schlachtkühe und Schlachtfärsen. Die jüngsten Daten zeigen, dass die Notierungen in mehreren EU-Mitgliedstaaten gesunken sind.

Rückläufige Preise für Jungbullen

Insbesondere bei den Jungbullen der Handelsklasse R3 verzeichnete die EU-Kommission einen durchschnittlichen Preisrückgang um 0,9 % auf 635,61 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG). In den Niederlanden war dieser Rückgang mit 16,1 % am ausgeprägtesten, was eine Fortsetzung der volatilen Preisschwankungen dort zeigt. In der Vorwoche hatte es noch einen Anstieg um 13,3 % gegeben.

Andere Länder wie Österreich, Frankreich und Spanien verzeichneten ebenfalls Preisrückgänge von 3,1 %, 1,2 % beziehungsweise 1,0 %. In Deutschland fiel der Preis um 0,6 % auf 622,07 Euro/100 kg SG. Währenddessen blieben die Preise in Dänemark stabil und stiegen in Irland um 1,9 %. Kroatien registrierte sogar den stärksten Preisanstieg mit einem Plus von 5,1 %.

Schlachtkühe: Unterschiedliche Entwicklungen

Die Preise für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 sanken im Durchschnitt um 1,8 % auf 569,14 Euro/100 kg SG. Ein deutlicher Rückgang wurde insbesondere in Ungarn mit minus 9,1 % beobachtet. Estland hingegen konnte mit einem Anstieg von bis zu 20,8 % punkten. Unter den großen Erzeugerländern erlebte nur Irland einen Preisanstieg von 1,1 %.

In Frankreich und Belgien gingen die Preise jeweils um rund 1 % zurück. Die niederländischen und österreichischen Märkte verzeichneten Rückgänge von jeweils etwa 2,8 % und 2,9 %. Für deutsche Landwirte bedeutete dies einen Preisverlust von 3,7 %, womit sich die Notierung auf 563,66 Euro/100 kg SG reduzierte.

Schlachtfärsenpreise ebenfalls rückläufig

Laut den aktuellen Zahlen der Kommission sank auch der mittlere Preis für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 um etwa 1,1 %, sodass er nun bei durchschnittlich 677,77 Euro/100 kg SG liegt. Die Preisschwankungen reichten dabei von einem drastischen Rückgang um 39,2 % in den Niederlanden bis zu einem Anstieg von 9,4 % in Ungarn.

In Deutschland mussten sich Landwirte mit einem Minus von rund 1,8 % begnügen und erhielten so noch etwa 617,46 Euro/100 kg SG. Österreich meldete einen Rückgang um weitere 2 %. Auch andere Länder wie Belgien und Frankreich verzeichneten leichte Preisnachlässe von jeweils etwa 0,8 %, während Spanien einen Rückgang um genau ein Prozent registrierte.