Der weltweite Bedarf an Milchprodukten hat im Jahr 2026 einen deutlichen Aufschwung erlebt. Insbesondere von Januar bis Mai konnten Exporteure vermehrt Produkte wie Milchpulver, Butter und Käse auf dem globalen Markt absetzen. Die zehn größten Lieferanten in den verschiedenen Teilmärkten steigerten ihre Exporte im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 7,5 %.
Wachstum bei Vollmilchpulver und Käse
Ein besonders signifikanter Anstieg wurde beim Vollmilchpulverhandel verzeichnet. In den ersten fünf Monaten des Jahres exportierten die führenden Anbieter etwa 988.600 Tonnen, was eine Steigerung von 12,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Neuseeland, ein zentraler Akteur in diesem Marktsegment, konnte seine Exporte um 16 % erhöhen. Die Nachfrage aus China und Algerien stieg ebenfalls stark an, mit Importzuwächsen von 8 % beziehungsweise 13 %.
Neben Vollmilchpulver erlebte auch der Käseexport einen bemerkenswerten Anstieg. Von Januar bis Mai 2026 wurden rund 84.800 Tonnen mehr Käse exportiert, was einem Zuwachs von 6,3 % entspricht. Hauptakteure in diesem Bereich waren die EU, die USA sowie das Vereinigte Königreich und Argentinien, während die Nachfrage insbesondere in China, Mexiko und Südkorea zunahm.
Zunahme bei Butter und Magermilchpulver
Ebenfalls gestiegen sind die Ausfuhren von Butter und Magermilchpulver. Der Butterexport legte um beträchtliche 14,9 % zu, wobei die EU und die USA als Hauptlieferanten agierten. Magermilchpulver verzeichnete einen Exportzuwachs von 6,5 %, wobei ein Großteil davon in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie nach Südostasien ging.
Trotz der positiven Entwicklung bei vielen Milchprodukten fiel das Wachstum bei Molkenpulver mit einem Plus von nur 1,6 % vergleichsweise moderat aus. Die USA trugen maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Außerdem nahmen die Exporte von Kondensmilch um 5,5 %, und jene von Kasein um 3,4 %, zu.
Mischbild bei anderen Produkten
Nicht alle Produkte entwickelten sich positiv: Im Gegensatz zu den meisten Milchprodukten bewegte sich der Handel mit Laktose unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Diese unterschiedlichen Entwicklungen verdeutlichen die dynamische Natur des globalen Milchmarktes und unterstreichen die Bedeutung einer genauen Marktbeobachtung für Produzenten und Exporteure.
