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Getreidepreise schwanken: Weizen und Mais im Aufwind trotz Unsicherheiten

Zum Wochenbeginn zeigen die Getreidepreise im vorbörslichen Handel eine feste Tendenz, obwohl Ende der letzten Woche ein Rückgang bei Weizen und Mais beobachtet wurde. Dies geschah trotz der anhaltenden Besorgnis über den Konflikt im Schwarzmeerraum. Der Rapsmarkt reagiert auf den jüngsten Regen sowie auf die schwächeren Öl- und Sojapreise mit sinkenden Kursen. An der Euronext verzeichnet der September 2026-Kontrakt einen deutlichen Rückstand im Vergleich zu späteren Terminen wie Dezember.

Weizen- und Maispreise unter Druck

Obwohl die Preise für Weizen und Mais gegen Ende der vergangenen Woche leicht nachgaben, war die Gesamtwoche durch signifikante Kursgewinne gekennzeichnet. Die Aufwertung des Euro, der am Montagmorgen bei 1,16885 USD notiert, verteuert europäische Exporte erheblich. Marktbeobachter achten weiterhin auf den russisch-ukrainischen Krieg, dessen Auswirkungen die Exportkapazitäten beider Länder stark beeinträchtigen. Das Analysehaus SovEcon prognostiziert für August russische Exporte auf dem niedrigsten Niveau seit 16 Jahren.

Viele Marktakteure erwarten daher eine Verschiebung der internationalen Nachfrage hin zu anderen großen Exporteuren wie Europa oder den USA. Allerdings halten sich Importeure zu Beginn des Wirtschaftsjahres noch mit Käufen zurück. Die Preisdifferenz bei Weichweizen zwischen der Schwarzmeer- bzw. Ostseeregion und Westeuropa bleibt ein wesentlicher Beobachtungspunkt.

Anstieg der Maispreise

Die Maispreise erholen sich zum Wochenstart im vorbörslichen Handel, nachdem sie am Freitag leicht gesunken waren. Die Preisbildung orientiert sich hauptsächlich an den Preisen anderer Substitutionsgetreide sowie an Importmaispreisen. In Frankreich bleiben die Körnermaisbestände laut FranceAgriMer stabil bei „gut bis sehr gut“ erhaltendem Anteil von lediglich 29 %, was einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In den USA erreichten die Maispreise am Freitag ein neues Hoch für den Dezember 2026-Termin bei über 5,08 US-Dollar je Bushel. Diese Entwicklung wird durch Ergebnisse der „Pro Farmer Crop Tour“ gestützt, die einen geringeren Ertrag als im Vorjahr bestätigen. Die Produktion wird auf 389 Millionen Tonnen geschätzt, was trotz großer Anbauflächen die Preise hochhält.

Druck auf Rapspreise durch Wetterbedingungen

Günstige Regenfälle in Westeuropa führen zusammen mit schwächeren Öl- und Sojabohnenpreisen zu einem anhaltenden Abwärtstrend bei Rapspreisen. Sojabohnen verzeichneten zuletzt ebenfalls leichte Verluste an der Börse in Chicago. Trotz beruhigender Ergebnisse der „Pro Farmer Crop Tour“ bleibt das Ertragspotenzial unter den Erwartungen, während ungünstige Wetterbedingungen im „Corn Belt“ vorhergesagt werden.

In Europa profitieren die Rapspreise von Regenfällen nach längerer Trockenheit, was sich positiv auf die Aussaat für 2027 auswirken könnte. Erste Ernten in Kanada setzen ebenfalls Druck auf das Preisniveau aus. Gleichzeitig behauptet sich Palmöl an der Börse in Malaysia dank steigender Nachfrage in Asien.

Zusammenfassend bleibt der Agrarmarkt aufgrund geopolitischer Spannungen und wechselnder Wetterbedingungen volatil. Marktteilnehmer beobachten weiterhin kritisch sowohl Preisentwicklungen als auch geopolitische Einflüsse.