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Insolvenz der Almil AG

Die Almil AG, bei der die Hochwald-Gruppe als Mehrheitseigner auftritt, hat kürzlich Insolvenz angemeldet. Der Antrag wurde beim Amtsgericht in Mühldorf am Inn eingereicht. Diese Entwicklung kommt nur wenige Tage nach der Ankündigung von Hochwald, ihr Werk in Kaiserslautern zu schließen. Die Almil AG ist bekannt für die Produktion und den Vertrieb von Dauermilcherzeugnissen und hochwertigen Milchingredienzen.

Insolvenz als strategischer Schritt zur Sanierung

Das Unternehmen betonte, dass die Insolvenzanmeldung ein bewusster Schritt sei, um frühzeitig einen Sanierungsprozess zu starten. Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen und sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen. Ein Sprecher erklärte, dass das Verfahren in Eigenverwaltung durchgeführt werden soll, um den Geschäftsbetrieb ohne Einschränkungen fortzuführen.

Keine unmittelbaren Auswirkungen auf Belegschaft und Partner

Laut Unternehmensangaben wird das Insolvenzverfahren keine direkten Auswirkungen auf die Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner haben. Der aktuelle Vorstand bleibt im Amt und leitet die Sanierungsmaßnahmen. Die Gehälter der Angestellten sind durch das Insolvenzgeld bis Oktober 2026 gesichert.

Verarbeitungskapazitäten und Zukunftssorgen

Die Almil AG verarbeitet laut Berichten jährlich rund 150 Millionen Kilogramm Milch. Unklar bleibt jedoch, ob das Milchgeld für die Lieferanten weiterhin gesichert ist und ob die gesamte Milchproduktion am Standort Weiding fortgeführt wird. Auf diese Fragen gab es bisher keine Antwort vom Unternehmen.

Hintergrund und zukünftige Herausforderungen

Der Standort Weiding wurde im April 2018 von der Molkerei Hochwald übernommen, welche dort Produkte unter der Marke Bärenmilch produzierte. Bereits im Frühjahr 2026 gab es Diskussionen über notwendige Strukturanpassungen bei Hochwald, bei denen auch eine mögliche Schließung des Werks in Weiding zur Sprache kam. Insider vermuten einen erheblichen Sanierungsbedarf in der Einrichtung.