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Weizenpreise steigen durch Eskalation in Russland und Ukraine weiter

Die aktuellen Entwicklungen auf den globalen Getreidemärkten zeichnen ein besorgniserregendes Bild, da die Weizenpreise aufgrund der angespannten Lage in Russland und der Ukraine weiter ansteigen. Analysten prognostizieren einen drastischen Rückgang der Getreideexporte aus diesen beiden Ländern in den kommenden Wochen. Der Anstieg des Euro-Kurses könnte jedoch europäische Exporteure dazu veranlassen, ihre Preise zu senken, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Euronext-Weizen für Dezember 2026 stieg um 3,25 €/t auf 240 €/t.

Auswirkungen des Konflikts auf die Märkte

Der fortdauernde russisch-ukrainische Konflikt hat die Logistikströme erheblich beeinträchtigt, was zu einem erwarteten Rückgang der Getreideausfuhren führt. Trotz der Herausforderungen bleibt die Nachfrage aus Regionen wie Nordafrika und dem Nahen Osten verhalten, da diese Gebiete hauptsächlich auf lokale Quellen zurückgreifen. Positiv wirkten sich erste Berichte von FranceAgriMer über die Qualität des französischen Weichweizens aus, deren Ergebnisse über dem Vorjahresniveau liegen.

Laut FranceAgriMer sind die Proteingehalte höher als im Vorjahr, zudem wurde ein bemerkenswertes Hektolitergewicht und eine bessere Fallzahl nach Hagberg festgestellt. Diese Faktoren könnten beruhigend auf Marktteilnehmer wirken. Der September-Kontrakt für Euronext-Weizen legte ebenfalls zu und notiert jetzt bei 228,25 €/t.

Anhaltende Unsicherheit bei Maispreisen

Nicht nur Weizen, sondern auch Mais zeigt Preisanstiege. Die jüngsten Daten aus den USA deuten darauf hin, dass die Ernteerträge deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben könnten. Die „ProFarmer Tour“ signalisiert unterdurchschnittliche Ertragspotenziale in wichtigen Anbaugebieten wie Illinois und Iowa. Diese Informationen haben einige Marktteilnehmer dazu veranlasst, verstärkt einzukaufen, was die Maispreise in Chicago steigen lässt.

In Frankreich hat eine jüngste Hitzewelle potenziell zusätzlichen Schaden angerichtet. Trotz des lang erwarteten Regens ist es vermutlich zu spät für eine wesentliche Verbesserung der Erntebedingungen. Der US-Mais-Kontrakt für Dezember 2026 überstieg erneut die Marke von 5 US-Dollar pro Bushel, während der Euronext-Mais zur Lieferung im November 2026 um 3,50 €/t auf 261,50 €/t zulegte.

Die Lage auf den Agrarmärkten bleibt weiterhin volatil und stark von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst. Marktexperten beobachten die Situation genau und passen ihre Prognosen dementsprechend an.