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Weizenkurse fallen: Verhandlungen über Getreidekorridor stocken

Die Weizenpreise an der Euronext sind am Donnerstag unter Druck geraten, was auf neue diplomatische Bemühungen der USA mit Russland und der Ukraine zurückzuführen ist. Diese Verhandlungen zielen darauf ab, einen sicheren Transportkorridor für Getreide zu schaffen, doch die fortdauernden militärischen Auseinandersetzungen zwischen Moskau und Kiew behindern weiterhin die Exporte aus diesen Ländern. Dies hat zu einer Erhöhung der Getreideausfuhren aus Europa und Argentinien geführt.

Diplomatische Gespräche beeinflussen Weizenpreise

Während die Weizenmärkte in Chicago ebenfalls Verluste verzeichneten, bleibt die Unsicherheit über die Entwicklung des russisch-ukrainischen Konflikts bestehen. Trotz eines leichten Optimismus in Bezug auf mögliche Fortschritte in den Verhandlungen sank der US-Weizenpreis auf 704 US-Cent je Bushel, den niedrigsten Stand seit Ende August. An der Euronext fielen die Preise für Dezember 2026 um 1,50 €/t auf 230 €/t, während der März 2027 Kontrakt um 2 €/t auf 243 €/t nachgab.

Herausforderungen im Maismarkt

Im Maissektor zeichnet sich ein anderes Bild ab. Die Preise bleiben für nahe gelegene Liefertermine stabil, während sie für weiter entfernte Termine nachgeben. Die Preisdifferenz von Mais zu anderen Getreidesorten schreckt jedoch potenzielle Käufer ab. Am Donnerstag notierte Mais an der Euronext mit November-Fälligkeit leicht im Plus bei 275,50 €/t, während die März-2027-Kontrakte um 1,25 €/t auf 268 €/t fielen.

In den USA liegt der Maispreis trotz eines leichten Rückgangs bei etwa 527 US-Cent je Bushel nahe seinem höchsten Stand seit Juli 2023. Dieser wird durch eine starke Exportnachfrage und ein rückläufiges weltweites Angebot gestützt. Die US-Maisexporte stiegen bis Mitte September um 40 % im Vergleich zum Vorjahr und übertrafen damit die Markterwartungen.

Globale Marktbedingungen bleiben angespannt

Weltweit bleibt das Angebot an Mais angespannt: Das US-Landwirtschaftsministerium prognostiziert für das Wirtschaftsjahr 2026/27 ein Defizit von fast 30 Millionen Tonnen zwischen Produktion und Verbrauch – das größte seit über drei Jahrzehnten. Regenfälle verzögern zudem die Ernte im Mittleren Westen der USA, was den kurzfristigen Zufluss neuer Ware bremst.

Beobachter blicken gespannt auf ein geplantes Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in dieser Woche, das möglicherweise Fortschritte bei den US-Agrarkäufen bringen könnte. Gleichzeitig sorgen Störungen im Getreidetransport über das Schwarze Meer weiterhin für Unsicherheit auf den Märkten.