Die Einkünfte von ökologisch wirtschaftenden Landwirten verzeichneten im Wirtschaftsjahr 2024/25 einen stärkeren Zuwachs als diejenigen ihrer konventionell wirtschaftenden Kollegen. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt nach Abzug staatlicher Zuschüsse jedoch nur wenig vom Gewinn übrig.
Biohöfe mit Rekordergebnissen
Ökologisch arbeitende Haupterwerbsbetriebe erreichten in diesem Zeitraum sowohl beim Gewinn als auch beim Einkommen neue Höchstwerte. Diese Informationen stammen aus den Betriebsdaten von über 400 Biohöfen, die im Rahmen des Testbetriebsnetzes des Bundeslandwirtschaftsministeriums analysiert wurden. Während die Gewinne im konventionellen Bereich um 1,4 Prozent zurückgingen, konnten Biobauern ein beeindruckendes Plus von 16,3 Prozent auf durchschnittlich 77.555 Euro pro Betrieb verzeichnen.
Das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft (AK) in diesen Biobetrieben stieg um 10 Prozent auf 46.451 Euro. Damit verkleinerten die Biolandwirte die Einkommenslücke zu ihren konventionellen Kollegen auf 7.720 Euro je AK.
Stabilität auf dem Biomarkt
Laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft profitierte der ökologische Landbau im Wirtschaftsjahr 2024/25 von einer stabileren Marktentwicklung im Vergleich zu den konventionellen Betrieben. Der durchschnittliche Erzeugerpreis für Biomilch lag bei über 62 Cent je Kilogramm Milch, was einem Anstieg von fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Trotz dieser positiven Zahlen stehen die ökologischen Landwirte weiterhin vor Herausforderungen. Nach Abzug staatlicher Subventionen bleiben oft nur geringe Gewinne übrig, was die finanzielle Stabilität der Betriebe gefährden könnte.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Zwar konnten Biobetriebe ihre Einkommenssituation verbessern, jedoch ist die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen nach wie vor hoch. Die Frage bleibt, wie nachhaltig diese Unternehmensmodelle in Zukunft sein werden, wenn staatliche Hilfen möglicherweise wegfallen oder reduziert werden.
Um langfristige Stabilität zu gewährleisten, müssen Strategien entwickelt werden, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Nachhaltigkeit fördern. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Bioprodukten besteht hier Potenzial zur Weiterentwicklung und Festigung des Marktes.
