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Rukwied fordert klare Worte: LWH 2026 als Plattform für Wandel

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg steht unter zunehmendem Druck. Diese Realität soll beim kommenden Landwirtschaftlichen Hauptfest 2026 (LWH) in Stuttgart im Vordergrund stehen. Joachim Rukwied, Präsident des Landesbauernverbands Baden-Württemberg, hebt die Herausforderungen hervor, denen sich Bauernfamilien gegenübersehen. Steigende Kosten und Preisstrukturen, die oft nicht ausreichen, um die Produktionskosten zu decken, beschränken die Handlungsspielräume der Landwirte erheblich.

Erwartungen an das LWH 2026

Laut Rukwied ist es entscheidend, dass das LWH 2026 sowohl die Schwierigkeiten als auch den Willen zur Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe demonstriert. Vom 27. September bis zum 4. Oktober wird auf dem Cannstatter Wasen deutlich werden, wie wichtig Wissenstransfer und Innovationskraft für die Zukunftsfähigkeit der Höfe sind.

Das Hauptfest bietet eine Plattform für den Austausch über neue Lösungsansätze und gibt Einblick in die Anpassungsstrategien der Landwirte. Die Veranstaltung zielt darauf ab, zu zeigen, wie viel Engagement und Innovationsfreude in der Branche stecken.

Die Suche nach neuen Wegen

Rukwied betont, dass trotz der schwierigen Lage viele Landwirte entschlossen sind, ihre Betriebe weiterzuentwickeln. Er hebt hervor, dass das LWH ein Ort sein soll, an dem gezeigt wird, welchen Beitrag Wissen und Innovation zur Lösung aktueller Probleme leisten können.

Trotz aller Anstrengungen stehen auch gut wirtschaftende Betriebe unter erheblichem Druck. Laut Rukwied benötigen diese Betriebe dringend finanzielle Unterstützung sowie langfristig bessere Rahmenbedingungen und Perspektiven. Dies erfordert Engagement von Seiten der Politik und auch von Handelspartnern.

Langfristige Perspektiven schaffen

Rukwied macht deutlich, dass es auf dem LWH nicht darum gehen dürfe, eine idyllische Landwirtschaft zu präsentieren. Vielmehr müsse man sich den realen Herausforderungen stellen. Die Zukunftsfähigkeit der Höfe hängt davon ab, dass sie jetzt schnell Liquidität erhalten und mittelfristig stabile Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Die Bereitschaft der Bauernfamilien zur Weiterentwicklung ihrer Höfe ist ungebrochen; jedoch bedarf es Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern und Handelspartnern. Der Wandel in der Landwirtschaft kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen.