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EU plant Ende der Käfighaltung für Geflügel bis 2026

Die Europäische Union steht kurz vor einem bedeutenden Wandel in der Nutztierhaltung. Die EU-Kommission hat kürzlich den Fahrplan für neue Regelungen präsentiert, die den Ausstieg aus der Käfighaltung zum Ziel haben. Diese Vorschläge sind Teil eines umfassenderen Bestrebens, die Tierhaltungspraktiken innerhalb der EU zu reformieren und verbessern.

Neue Vorschriften für Tierhalter

Bauern in Europa müssen sich auf Änderungen bei der Haltung von Geflügel und Schweinen einstellen. Im Rahmen der jüngst in Straßburg angekündigten Nutztierstrategie wird erwartet, dass bis Ende 2026 Vorschläge zur schrittweisen Abschaffung von Käfighaltungen bei Legehennen und Masthühnern sowie zur Beendigung des Tötens männlicher Küken vorgelegt werden. Darüber hinaus sind neue Tierwohlindikatoren im Gespräch.

Für das zweite Quartal 2027 plant die EU-Kommission, spezifische Regelungen für Schweine vorzuschlagen. Diese sollen den Übergang von Einzelhaltungen in Kastenständen zu Gruppenhaltungssystemen erleichtern. Konkrete Details zu diesen Plänen stehen jedoch noch aus.

Keine neuen Vorgaben für Rinder

Anders als bei Geflügel und Schweinen scheint es derzeit keine Initiativen zur Überarbeitung der Haltungsbedingungen für Fleischrinder oder Milchkühe zu geben. Laut dem aktuellen Strategiepapier ist keine Gesetzgebung in diesem Bereich vorgesehen.

Derzeit bleibt unklar, welche Auswirkungen diese Strategie konkret auf Landwirte haben wird, da viele Details noch nicht veröffentlicht wurden. Die genaue Bedeutung von Begriffen wie „Übergang von Kastenständen zu Gruppenhaltungssystemen“ wird erst mit der Verfügbarkeit konkreter Gesetzesvorschläge klarer werden.

EU bekennt sich zur Tierhaltung

Trotz geplanter Verschärfungen bei den Standards für das Tierwohl wird die Bedeutung der Tierhaltung für die europäische Wirtschaft betont. Die Kommission sieht die Landwirtschaft als das Rückgrat ländlicher Regionen an und verweist auf einen jährlichen Umsatz von 400 Milliarden Euro sowie sieben Millionen Arbeitsplätze auf vier Millionen landwirtschaftlichen Betrieben.

Zudem setzt sich die EU-Kommission dafür ein, den Rückgang des Viehbestands in der Union zu stoppen und gleichzeitig den Sektor vor billigen Importen zu schützen, indem gleiche Tierschutzstandards auch für importierte Produkte gelten sollen. Wie genau dies umgesetzt werden soll, bleibt jedoch offen.

Strategie als Auftakt neuer Gesetzgebungen

Laut dem EU-Tierschutzkommissar Olivér Várhelyi markieren diese Vorschläge den Beginn eines umfassenden Prozesses zur Einführung neuer Tierschutzgesetze. Bereits im Mai hatte er entsprechende Ankündigungen gemacht, was die Bedeutung dieser Strategie unterstreicht.