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EU genehmigt Fusion von Arla und DMK

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für die Fusion von Arla Foods, dem Deutschen Milchkontor (DMK) und der niederländischen DOC Kaas gegeben. Dieser Zusammenschluss soll am 1. Juni 2026 in Kraft treten und könnte die europäische Molkereilandschaft nachhaltig verändern. Laut der Behörde bestehen keine wesentlichen Wettbewerbsbedenken durch den Zusammenschluss dieser führenden Molkereigenossenschaften.

Keine Nachteile für Milcherzeuger erwartet

Im Hinblick auf die Rohmilchbeschaffung, insbesondere in Norddeutschland, sieht die EU-Kommission keine Bedrohung für Landwirte. Da Arla als Genossenschaft verpflichtet ist, Milch seiner Mitglieder zu festgelegten Preisen abzunehmen, kann das Unternehmen seine Preise nicht willkürlich senken. Zudem haben Landwirte weiterhin die Möglichkeit, ihre Milch an andere Genossenschaften zu verkaufen, falls Arla versuchen sollte, die Preise unter das Marktniveau zu drücken.

Auf den Märkten für Milcherzeugnisse und molkebasierte Zutaten ermittelte die Kommission ebenfalls keine signifikanten Wettbewerbsprobleme. Der Zusammenschluss würde den Wettbewerb in diesen Bereichen nicht nennenswert reduzieren.

Wettbewerb im Einzelhandel bleibt stabil

Die Fusion wird auch im Bereich der Lieferungen an den Einzelhandel keine drastischen Veränderungen hervorrufen. Arla und DMK konkurrieren hauptsächlich bei Eigenmarkenprodukten, welche durch Ausschreibungen bezogen werden. Hier bleibt der Druck aufgrund zahlreicher Wettbewerber hoch. Für spezielle Zutaten wie Permeatpulver und Molkenproteinkonzentrat gibt es ausreichend alternative Anbieter.

Das Risiko von Kopplungsgeschäften wird als gering eingeschätzt. Die Verhandlungen für Eigen- und Herstellermarken erfolgen getrennt, wodurch Arlas Verhandlungsposition kaum gestärkt wird.

Ein neuer Molkereigigant entsteht

Durch den Zusammenschluss entsteht ein mächtiger Akteur in der Milchindustrie: Die fusionierten Unternehmen vereinen insgesamt 11.200 Landwirte aus sieben Ländern mit rund 28.800 Mitarbeitern weltweit. Der gemeinsame Milchpool umfasst jährlich 19,4 Milliarden Kilogramm, bei einem Pro-forma-Umsatz von über 20 Milliarden Euro.

Angeführt wird das neue Unternehmen unter dem Namen Arla mit Hauptsitz im dänischen Viby J von Peder Tuborgh als CEO und Jan Toft Nørgaard als Aufsichtsratsvorsitzendem. Der bisherige DMK-Chef Ingo Müller übernimmt als Executive Vice President die Integration der Unternehmen nach der Fusion.