Mexiko, ein Land mit über 130 Millionen Einwohnern, hat kürzlich seine Handelsbarrieren für europäische Agrarprodukte abgebaut. Dies geschieht im Rahmen eines modernisierten Handelsabkommens mit der Europäischen Union. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum unterzeichneten die Vereinbarung am 22. Mai in Mexiko-Stadt. Diese Entwicklung bietet neuen Spielraum für Handel und Investitionen zwischen den beiden Regionen.
Steigerung der Exporte nach Mexiko erwartet
Laut der EU-Kommission belief sich der Wert von EU-Agrarexporten nach Mexiko zuletzt auf etwa 2,7 Milliarden Euro, was ungefähr 1 % der gesamten europäischen Nahrungsmittel- und Getränkeausfuhren entspricht. Besonders gefragt waren Milchprodukte im Wert von 175 Mio. Euro, Gemüse mit 253 Mio. Euro und Weinprodukte für 211 Mio. Euro. Das neue Abkommen könnte dieses Handelsvolumen weiter steigern.
Bisher hohe Zölle auf verschiedene Produkte werden in den nächsten sieben bis zehn Jahren schrittweise gesenkt oder ganz abgeschafft. Geflügel, Schweinefleisch und Käsesorten wie Blauschimmelkäse werden künftig zollfrei sein, was den Export dieser Produkte erheblich erleichtert.
EU-Standards gelten auch für Importe
Das Abkommen beinhaltet auch strenge Vorgaben für Arbeitsrecht, Umweltschutz, Tierwohl und Lebensmittelsicherheit bei Importen aus Mexiko in die EU. Alle importierten Lebensmittel müssen den hohen EU-Standards entsprechen.
Darüber hinaus wird das Abkommen weitere Bereiche wie grüne Technologien, kritische Rohstoffe und digitale Dienstleistungen liberalisieren. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie der EU zur Stärkung ihrer Handelsbeziehungen weltweit.
Mit diesem Schritt setzt die EU-Institution ihren dynamischen Kurs bei der Vereinbarung neuer Freihandelsabkommen fort. In den letzten Monaten wurden bereits ähnliche Verträge mit den Mercosur-Staaten, Indien und Australien abgeschlossen.
