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Hitzewelle treibt Weizenpreise an der Euronext wieder nach oben

Die aktuellen Wetterbedingungen in Europa und den USA haben Auswirkungen auf die Agrarmärkte, da die anhaltenden Hitzewellen die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe beeinflussen. An der Euronext, einer der bedeutendsten europäischen Handelsplätze für Agrarprodukte, sanken die Weizenpreise zunächst trotz extremer Hitze. Marktanalysten führen dies unter anderem auf Gewinnmitnahmen und Wechselkursbewegungen zurück. Am Montag jedoch erlebten die Kurse eine erneute Steigerung, als der Weizenpreis um 1,50 Euro auf 204,15 Euro pro Tonne stieg.

Einflussfaktoren auf den Weizenmarkt

Die Preisentwicklung für Weizen war am Freitag von mehreren Faktoren geprägt. Analysten von Agritel nannten unter anderem Gewinnmitnahmen zum Ende der Handelswoche und eine Erholung des Euro im Vergleich zum US-Dollar als Gründe. Zusätzlich fielen die Ölpreise unter 70 US-Dollar pro Barrel, was ebenfalls Druck auf die Preise ausübte. Auch der schwächelnde Rubel trug dazu bei, dass russischer Weizen günstiger wurde. Währenddessen gab es positive Nachrichten über die Wintergerstenerträge in der Schwarzmeerregion.

In den USA erreichten die Temperaturen fast 38 Grad Celsius, was Bedenken hinsichtlich der anstehenden Ernte verstärkte. Der National Weather Service prognostizierte bis zum 4. Juli hohe Temperaturen von den Great Plains bis zur Atlantikküste.

Mais trotzt dem Abwärtstrend

Besonders Mais zeigte sich widerstandsfähig gegenüber dem allgemeinen Preisrückgang bei Agrarrohstoffen. Trotz der Hitzewelle in Europa konnten sich Maispreise stabilisieren und sogar leicht steigen. Der November-Kontrakt an der Euronext legte um 3,50 bis 4,00 Euro zu und notierte für August bei 232 Euro pro Tonne.

In den USA bewegten sich Maispreise hingegen nahe einem Achtmonatstief bei unter 4,10 US-Dollar pro Bushel, was teilweise auf Anpassungen der Marktteilnehmer vor dem USDA-Bericht zurückzuführen ist. Dieser Bericht wird Aufschluss über Anbauflächen und Lagerbestände geben.

Ölpreisbewegungen drücken Raps- und Sojapreise

Raps- und Sojapreise waren stark mit den Ölpreisen korreliert und verzeichneten zuletzt Rückgänge. Der Raps-Kontrakt für August fiel um 6,50 Euro auf 512,25 Euro pro Tonne. Ähnlich verhielt es sich bei Sojabohnen, deren Preise durch fallende Rohölpreise sowie einen stärkeren US-Dollar belastet wurden.

Sorgen um heiße Wetterbedingungen in den USA verstärken zudem die Bedenken hinsichtlich der Ernteerträge bei Soja. Gleichzeitig drückten Hoffnungen auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie eine erhöhte Schifffahrt in der Straße von Hormus die Ölpreise weiter.

Blick nach vorn: Wichtige Berichte und Gespräche

Händler warten gespannt auf neue Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), das bald aktuelle Zahlen zu Getreidebeständen veröffentlichen wird. Diese könnten weiteren Einfluss auf die Preisentwicklung haben. Gleichzeitig beobachten Marktteilnehmer die Gespräche zwischen den USA und dem Iran genau, da diese das globale Ölangebot erheblich beeinflussen könnten.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und welche Auswirkungen dies langfristig auf die Agrarmärkte haben wird.