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Globale Krisen treiben Weizenpreise auf Höchststand seit August 2025

Die aktuelle Marktlage an den Agrarbörsen zeigt eine Vielzahl von Entwicklungen, die sowohl durch internationale Krisen als auch durch klimatische Bedingungen beeinflusst werden. Besonders der Weizenmarkt verzeichnete in der vergangenen Woche bemerkenswerte Preisanstiege.

Weizenpreise steigen aufgrund internationaler Spannungen

An der Euronext erreichten die Weizenkurse den höchsten Stand seit Ende August 2025. Der am häufigsten gehandelte Mai-Kontrakt stieg um 4 Euro auf 199 Euro pro Tonne und verzeichnete somit einen Wochengewinn von 7,50 Euro oder 3,9 Prozent. In den USA kletterte der Weizenpreis an der Chicago Board of Trade (CBoT) um 13,5 Cent auf 5,80 US-Dollar je Bushel (etwa 181 Euro pro Tonne), was einem Wochengewinn von 33,75 Cent (5,8 Prozent) entspricht. Diese Preisentwicklungen wurden maßgeblich durch die verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran beeinflusst, wodurch die Rohstoffpreise insgesamt zulegten.

Rapskurse mit leichten Verlusten

Auf dem Markt für Ölsaaten zeigten sich am Freitag rückläufige Tendenzen. Die Rapskurse an der Euronext fielen um 4,25 Euro auf 488,50 Euro pro Tonne. Trotz dieses Rückgangs konnte in der Wochenbilanz ein Plus von 3,25 Euro oder 0,7 Prozent verbucht werden. Auf der CBoT verlor die Mai-Sojabohne ebenfalls leicht und schloss bei einem Kurs von 11,53 US-Dollar (ungefähr 360 Euro pro Tonne), was den Wochengewinn auf nur noch 4,75 Cent (0,4 Prozent) reduzierte. Die steigenden Rohölpreise hatten keinen Einfluss auf die Rapskurse und Händler in den USA betrachteten die jüngsten Zollentscheidungen als nachteilig für ihre Verhandlungsposition gegenüber China.

Trockenheit in Argentinien belastet Maismarkt

Der Maishandel zeigte sich zum Ende der Woche leicht stabilisiert. An der CBoT legte der Mai-Kontrakt um 3,5 Cent zu und schloss bei 4,40 US-Dollar je Bushel (circa 147 Euro pro Tonne). Trotz dieser leichten Erholung steht in der Wochenbilanz ein Minus von 2,25 Cent (0,9 Prozent). In Europa verbuchte die Euronext im Juni-Kontrakt einen Anstieg um 2 Euro auf 192,25 Euro pro Tonne und damit einen Wochengewinn von etwa 1,5 Prozent. Die anhaltende Trockenheit in Argentinien verschlimmert jedoch die Bedingungen für den Maisanbau erheblich.

Kartoffelmarkt ohne Impulse

An der Euronext bewegt sich der Kartoffelmarkt kaum. Die Preise verharren unverändert zur Vorwoche bei schwachen Werten; so steht etwa der April-2026-Kontrakt stabil bei 4 Euro je Dezitonne. Auch am Kassamarkt fehlen neue Impulse; die Tagespreise bleiben niedrig und die Marktstimmung ist insgesamt verhalten.

Buttermarkt schwächer trotz globaler Preissteigerungen

Im Milchsektor war vergangene Woche keine klare Richtung erkennbar. Am europäischen Buttermarkt gab es einen Rückgang: Der April-2026-Termin fiel um 83 Euro auf nunmehr 4.527 Euro pro Tonne. Das Magermilchpulver hingegen zeigte uneinheitliche Kursbewegungen mit einem Anstieg um 41 Euro auf insgesamt 2.535 Euro pro Tonne im gleichen Zeitraum. Während internationale Preissteigerungen stützend wirkten, belastet das hohe Rohmilchangebot innerhalb der EU weiterhin den Markt.

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