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Traktoren-Verkäufe in Europa brechen ein: Deutschland und Frankreich betroffen

Der europäische Traktormarkt erlebt derzeit einen erheblichen Rückgang, der sich besonders in Deutschland und Frankreich bemerkbar macht. Landwirte zögern zunehmend, in neue Maschinen zu investieren, was sich in den aktuellen Verkaufszahlen widerspiegelt.

Rückgang der Investitionsbereitschaft

In Deutschland wurden laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Jahr 2025 lediglich 25.711 Traktoren neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von 12,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Bereits seit 2023 ist eine Stagnation bei den Neuzulassungen zu beobachten.

Besonders betroffen sind Traktoren mit einer Leistung zwischen 51 und 100 PS. Hier wurden nur 4.566 Einheiten verkauft, was einen deutlichen Rückgang von 19,2 % darstellt. Auch Traktoren bis 50 PS verzeichneten einen Rückgang um 16,5 %. Bei den Maschinen mit mehr als 150 PS sank die Zahl der Neuzulassungen um 9,6 %, während die Klasse von 101 bis 150 PS mit einem Minus von 4,6 % am wenigsten betroffen war.

Lage in Frankreich noch kritischer

Noch dramatischer stellt sich die Situation in Frankreich dar. Wie der Verband der Landtechnikhersteller (Axema) berichtet, erreichten die Neuzulassungen im Jahr 2025 ihren niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt. Insgesamt wurden nur 19.561 Traktoren angemeldet, was einem Rückgang von 18,5 % im Vergleich zu 2024 und sogar 21 % weniger als im fünfjährigen Durchschnitt entspricht.

Einen besonders starken Einbruch erlebte der Bereich der Weinbergspflege und Obstanlagen: Hier wurden nur 2.027 Traktoren registriert, was einem Minus von 19,9 % gegenüber dem Vorjahr und sogar 42,8 % unter dem fünfjährigen Durchschnitt entspricht.

Spezialmaschinen ebenfalls betroffen

Laut Axema sind auch andere Spezialmaschinen von einem Rückgang betroffen. Die Neuregistrierungen von Traktoren für die Grünflächenpflege gingen um 4,9 % auf insgesamt 6.328 Stück zurück. Interessanterweise ergab sich hier im fünfjährigen Vergleich ein Plus von 5,6 %. Teleskoplader erlebten einen Rückgang um 7,3 %, was insgesamt auf eine angespannte wirtschaftliche Lage zurückzuführen ist.

Zukunftsaussichten und regulatorische Einflüsse

Laut Axema ist die schwache Nachfrage vor allem auf die wirtschaftliche Situation im Landwirtschaftssektor zurückzuführen. Darüber hinaus beeinflusste das Inkrafttreten neuer EU-Vorschriften für Bremssysteme landwirtschaftlicher Fahrzeuge Anfang 2025 das Marktverhalten: Viele Händler entschieden sich dazu, ihre Bestände bereits Ende 2024 vorzuregistrieren.

Zukunftsprognosen zeigen keine schnelle Erholung des Marktes; Landwirte bleiben aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin vorsichtig bei Investitionen in neue Traktoren.

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