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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir setzt auf Ökolandbau

Die Anzahl der Ökobetriebe und der ökologisch bewirtschafteten Flächen in Deutschland ist in den letzten Jahren gewachsen, allerdings reicht das aktuelle Tempo nicht aus, um das Ziel der Bundesregierung von 30 % bis 2030 zu erreichen. Zwischen 2020 und 2023 stieg die Zahl der Ökobetriebe um 10 % auf rund 28.700, was etwa 11 % aller landwirtschaftlichen Betriebe entspricht. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche nahm im selben Zeitraum von 1,6 Millionen Hektar auf 1,85 Millionen Hektar zu, was 11,2 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmacht.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir zeigte sich trotz der Herausforderungen optimistisch und betonte die Bedeutung des Ökolandbaus für Mensch, Umwelt und Natur. Er setzt auf die Bio-Strategie 2030 seines Ministeriums, um die Nachfrage nach Bio-Produkten weiter zu steigern und neue Absatzmöglichkeiten für Ökobetriebe zu schaffen.

Bayern führt mit fast einem Viertel der gesamtdeutschen Ökoflächen die Statistik an, gefolgt von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Flächengröße pro Betrieb im Ökolandbau entspricht mit durchschnittlich 66,7 Hektar fast dem deutschen Durchschnittsbetrieb mit 65 Hektar.

Die Tierhaltung nimmt im Ökolandbau eine wichtige Rolle ein, wobei 12 % der tierhaltenden Betriebe in Deutschland ökologisch wirtschaften. Der Anteil ökologisch gehaltener Rinder beträgt 9 % des gesamten Rinderbestandes, während ökologisch gehaltene Hühner 7 % des Hühnerbestandes ausmachen. Schweine, Schafe und Ziegen werden ebenfalls ökologisch gehalten, wobei der Anteil bei Ziegen mit 34 % und bei Schafen mit 14 % besonders hoch ist, während ökologisch gehaltene Schweine nur 1 % des gesamten Schweinebestandes ausmachen.

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