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Erfolgreiche Strategien zur Gerstenregulierung

Die Wintergerste hat in den letzten Jahren mit einer Anbaufläche von ca. 1,3 Mio. ha ein stabiles Niveau gehalten. Durch züchterische Fortschritte wie eine verbesserte Standfestigkeit und erhöhte Erträge zeigt sich eine positive Entwicklung. Neue Sorten mit BYDV-Toleranz sind ebenfalls auf dem Vormarsch, wie beispielsweise die Sorte Julia.

Im Vergleich zu anderen Wintergetreidearten konnte die Gerste im letzten Herbst auch unter trockenen Bedingungen gepflanzt werden. Nachfolgende Niederschläge bis Januar haben jedoch viele Bestände unter Stress gesetzt. Eine frühzeitige Düngung mit Nitrat-N und eine Vitalisierung durch Mikronährstoffe werden daher als erste Maßnahmen empfohlen.

Mit der Zulassung von CCC in der Gerste vor einigen Jahren bietet sich ein erweitertes Wirkstoffportfolio, um die Bestockung zu fördern und frühzeitig eine nachhaltige Einkürzung der unteren Internodien vorzunehmen. Eine Mischung mit Moddus oder einem anderen Trinexapac kommt dabei häufig zum Einsatz.

Die optimalen Bedingungen für den Einsatz von Wachstumsreglern liegen in Deutschland oft zum Schossen in EC 31/32. Der Wirkstoff Trinexapac-ethyl bildet die Basis, wobei besonders auf die Temperaturansprüche zu achten ist. Suboptimale Witterungsbedingungen können durch eine Erhöhung der Aufwandmenge nicht ausgeglichen werden.

Bei der Verwendung von Moddus oder anderen Trinexapac-Produkten in der ersten Einkürzung sollten niedrigere Aufwandmengen gewählt werden, um die Standfestigkeit zu verbessern. Zusätzlich gibt es neben Moddus auch generische Produkte auf dem Markt, die getestet wurden und eine gute Alternative darstellen.

Um das Ährenknicken zu verhindern, können Produkte wie Camposan eingesetzt werden, die ab Temperaturen von 14°C wirken. Die Einkürzung des Pedunkels unterstützt die Standfestigkeit und verhindert Lagergefahr, insbesondere bei Sorten wie SU Ellen, SY Galileoo oder Paradies.

Die Verwendung von Silizium-haltigen Produkten zur Stabilisierung der Gerste wird ebenfalls diskutiert, wobei die Ergebnisse aus verschiedenen Versuchen und Tests noch keine eindeutigen Schlüsse zulassen. Es sollte darauf geachtet werden, dass Mischungen aus Wachstumsreglern, Fungiziden und Herbiziden gut kalkuliert und abgestimmt werden, um Überdosierungen zu vermeiden.

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