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Bio-Landwirtschaft trotzt der Krise

Der Bio-Safthersteller Voelkel meistert die aktuellen Herausforderungen der . Trotz schwacher Ernten und sinkendem Konsum konnte das seinen Umsatz und Absatz steigern. Die unkonventionelle Einkaufsstrategie von Boris Voelkel, einem der Geschäftsführer, zahlte sich aus: Durch den Kauf großer Mengen an Bio-Äpfeln zu moderaten Preisen konnte das seine Lieferanten auch in schlechten Erntejahren beliefern. Außerdem setzt Voelkel auf erfolgreiche Innovationen wie Bio-Hafermilch in Mehrwegflaschen und Ingwershots.

Die Fruchtsaft- und Biobranche leidet insgesamt unter den Auswirkungen des Klimawandels, steigenden Preisen und einer Konsumflaute. Dennoch konnte Voelkel gegen den Trend erfolgreich agieren. Die Firma setzt auf gesunde Lebensmittel aus gesunden Strukturen und misst den Unternehmenserfolg nicht nur an Umsatz und Ertrag, sondern auch an der Wirkung auf Mensch und Natur. Voelkel wurde sogar nach den Kriterien der Gemeinwohl-Ökonomie bilanziert und erzielte dabei eine hohe Punktzahl.

Die Firma stellt 250 verschiedene Produkte her, darunter auch Essig und Öle. Sie setzt auf zuckerarme Bioschorlen als Alternative zu Alkohol und Softdrinks. Voelkel arbeitet auch mit Handelsmarken zusammen und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 118 Millionen Euro. Trotzdem sind die Gewinnmargen mit ein bis zwei Prozent eher schmal.

Die Zusammenarbeit mit Attila Hildmann, der sich in der Pandemie rechtsradikalisiert hat, endete für Voelkel in einem Fiasko. Es entstand ein Verlust von 700.000 Euro, da über zwei Millionen Daisho-Leerdosen vernichtet werden mussten. Das Unternehmen positioniert sich öffentlich gegen rechts und unterstützt gemeinnützige Projekte.

Voelkel steht für eine lange Familientradition in der Bio-Landwirtschaft und engagiert sich für den weiteren Ausbau des Bioanbaus. Das Unternehmen setzt sich für die komplette Streichung der Mehrwertsteuer auf Bioprodukte ein, um das politische Ziel von 30 Prozent Bioanbau bis 2030 zu erreichen.

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