Die Landtechnikbranche steht weiterhin vor Herausforderungen, doch der italienische Hersteller SDF nutzt die Gelegenheit, um Marktanteile zu gewinnen – vor allem in Europa und im Spezialtraktorensegment.
Rückgang am globalen Markt
Der globale Markt für Landtechnik hat im Jahr 2025 einen Rückgang erlebt. Die Zahl der verkauften Einheiten verringerte sich von 226.000 im Jahr 2024 auf 206.000 ein Jahr später, was einem Rückgang von neun Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu konnte SDF seinen Einfluss ausbauen, indem die Verkaufszahlen des Unternehmens nur um 7,7 Prozent zurückgingen. Dies führte zu einem Anstieg des Marktanteils auf 10,6 Prozent in den betrachteten Märkten.
Erfolgreiche Strategien in Europa
SDF zeigt Stärke auf den europäischen Märkten. In wichtigen Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften stieg der Marktanteil auf 11,4 Prozent, ein Plus von 1,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung in Italien und Portugal, wo SDF seine Anteile erheblich steigern konnte: In Italien von 19,8 auf 21 Prozent und in Portugal sogar um 3,9 Prozentpunkte auf 29,1 Prozent.
Auch in Deutschland hat die Marke Deutz-Fahr bei Traktoren über 50 PS an Boden gewonnen und erreichte einen Marktanteil von 9,7 Prozent, trotz eines leichten Rückgangs der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr.
Spezialtraktoren als Wachstumsfaktor
SDF festigt seine Führungsposition im Segment der Spezialtraktoren in Europa mit einem beeindruckenden Marktanteil von 26,9 Prozent. Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch die Marken Deutz-Fahr und SAME unterstützt. Das breite Produktportfolio umfasst nun auch Modelle mit Vierradlenkung sowie autonome Weinbergroboter.
Finanzielle Investitionen trotz Umsatzrückgang
Der Umsatz der Gruppe sank im Jahr 2025 auf 1,412 Milliarden Euro, verglichen mit den 1,638 Milliarden Euro im Vorjahr. Dennoch setzt SDF verstärkt auf Innovation und investierte 66 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung – ein klarer Fokus auf zukünftige technologische Fortschritte wie elektrische Antriebe und digitale Landwirtschaftslösungen.
Zukunftsperspektiven durch Internationalisierung
Europa bleibt das wirtschaftliche Zentrum für SDF mit einem Umsatzanteil von 65 Prozent. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen weltweit weiter und stärkt seine Präsenz unter anderem durch neue Niederlassungen in Afrika. Insgesamt verfügt SDF nun über acht Produktionsstandorte und zahlreiche Vertriebsgesellschaften rund um den Globus.
