Der Landmaschinenhersteller Deutz-Fahr bringt mit den Modellen „8310TTV“ und „8340TTV“ zwei neue Traktoren der Serie 8 auf den Markt, die durch technologische Neuerungen und moderne Elektronik-Architektur beeindrucken sollen. Ab Juni soll die Serienproduktion im Werk Lauingen anlaufen, das seit 2017 täglich bis zu 40 Traktoren herstellen kann. Diese neuen Modelle könnten auch als Vorbild für künftige Entwicklungen in anderen Modellreihen von Deutz-Fahr dienen.
Innovationen in der Kabine
Die jüngsten Traktoren der Serie 8 bieten eine komplett neu gestaltete Kabine, die mit ihrer kubischen Form an Modelle wie den MF 8/9S erinnert. Die Vier-Säulen-Kabine ist vollständig isoliert und durch ein Luftfederungssystem werden Vibrationen effektiv reduziert. Dies trägt zur Verbesserung des Fahrerkomforts bei, insbesondere auf langen Arbeitstagen.
Ausstattung und Komfort wurden ebenfalls erheblich gesteigert. Der neue Fahrersitz kann um bis zu 45° gedreht werden und ist mit einer verstellbaren Kopfstütze sowie einer Massagefunktion ausgestattet. Zusätzliche Fußstützen und eine spezielle Beschichtung der Fenster zur Reduzierung der Sonneneinstrahlung unterstreichen das Augenmerk auf Ergonomie.
Technologische Fortschritte
Deutz-Fahr legt besonderen Wert auf die Elektronikinfrastruktur seiner neuen Traktoren. Die „iControl“-Armlehne umfasst einen 12,8-Zoll-Monitor als zentrales Steuerungselement, während ein zusätzlicher Monitor an der A-Säule als volldigitales Armaturenbrett dient. Beide Systeme sind individuell konfigurierbar und bieten umfangreiche Bedienmöglichkeiten.
Das Unternehmen hat zudem seine Software-Architektur überarbeitet, um eine nahtlose Integration von Smart Farming Solutions, Auto Guidance, Isobus und Telematik zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit Topcon werden Satellitendaten zur Unterstützung von Parallelfahrsystemen genutzt, was die Effizienz im Feld steigern soll.
Neue Motorentechnologie
Ein bedeutender Wechsel vollzieht sich bei den Motoren: Anstelle der bisher verwendeten Deutz-Motoren setzt Deutz-Fahr nun auf FPT-Aggregate mit einer Leistung von bis zu 340 PS. Diese Entscheidung fiel, da die Deutz AG keine passenden Motoren mehr für diese Leistungsklasse anbietet.
Der FPT N67-Motor zeichnet sich durch ein maximales Drehmoment von bis zu 1398 Nm aus und ist mit einem elektronisch geregelten Turbolader sowie einem Hi-eSCR-System ohne Abgasrückführung ausgestattet. Das Getriebe bleibt das bewährte stufenlose ZF-Terramatic TMT 32.
Hydrauliksysteme und Kraftheber
Die Hydrauliksysteme der neuen Serie sind ebenfalls optimiert worden: Eine Load-Sensing-Pumpe erreicht eine Förderleistung von bis zu 220 l/min. Für Anwendungen mit geringem Bedarf steht ein spezielles „Low-Flow-Ventil“ zur Verfügung. Auch das Handling wurde verbessert: Neue Druckentlastungshebel erleichtern das An- und Abkuppeln von Ölschläuchen erheblich.
Die Hubkraft des Heckkrafthebers beträgt beeindruckende 12.000 kg, während der Frontkraftheber mit Entlastungsregelung eine Kapazität von 5.450 kg bietet – beide Werte sind in dieser Leistungsklasse überdurchschnittlich hoch.
