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Europol deckt europaweiten Handel mit gefälschten Pferdepässen auf

In einer groß angelegten Aktion haben Ermittler in mehreren europäischen Ländern den illegalen Handel mit Pferden aufgedeckt. Europol zufolge wurden Tausende von Pferden mit gefälschten Pässen und manipulierten Mikrochips gehandelt, wodurch ihre wahre Identität verschleiert wurde. Diese kriminellen Aktivitäten führten die Ermittler auch zu verschiedenen Schlachthöfen, was die Befürchtung aufkommen ließ, dass die Tiere möglicherweise in die Lebensmittelkette gelangt sind.

Umfangreiche Kontrollen und Durchsuchungen

Am 8. und 9. September kontrollierten rund 200 Einsatzkräfte aus Belgien, Frankreich, Irland und den Niederlanden mehr als 1.000 Pferde. Zusätzlich fanden 24 Durchsuchungen statt, bei denen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt wurde. Allein in Belgien beschlagnahmten die Behörden über 100.000 Euro Bargeld und nahmen drei Verdächtige fest.

Ein ähnlicher Fall sorgte bereits 2022 in Spanien für Aufsehen, als dort ebenfalls ein Schmuggelnetzwerk entdeckt wurde, das Pferdefleisch falsch deklarierte.

Pferdefleisch möglicherweise in Lebensmitteln

Ein Bericht des Portals Fleischwirtschaft legt nahe, dass medikamentös behandelte Pferde, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, möglicherweise in Produkten wie Fleischbällchen und Kroketten verarbeitet wurden. Dadurch erhielten zuvor wertlose Tiere einen Handelswert zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Die niederländische Tierschutzorganisation House of Animals vermutet, dass es sich dabei hauptsächlich um ehemalige Rennpferde aus Großbritannien und Irland handelt.

Untersuchungen zur Ausweitung des Netzwerks

Die gesammelten Beweise werden nun ausgewertet, um festzustellen, wie viele Pferde tatsächlich betroffen sind und welche weiteren Personen Teil des mutmaßlichen Netzwerks sein könnten. Die Ermittlungen sollen klären, wo sich die betroffenen Tiere befinden und welche Maßnahmen zur Eindämmung dieses illegalen Handels ergriffen werden müssen.