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Ukrainische Geflügelproduktion erholt sich 2026 trotz Kriegsrisiken

Die ukrainische Geflügelfleischbranche könnte 2026 und 2027 eine Erholung erleben, wie aus einer aktuellen Prognose des Foreign Agricultural Service (FAS) des US-Landwirtschaftsministeriums hervorgeht. Während die Produktionsstrukturen an die Herausforderungen des Krieges angepasst wurden, bleibt die Ukraine mit erheblichen Risiken in Produktion und Handel konfrontiert.

Erwarteter Anstieg nach Rückgang 2025

Für das Jahr 2025 wird ein Produktionsrückgang auf etwa 1,386 Millionen Tonnen erwartet, verursacht durch Stromausfälle, erhöhte Produktionskosten und einen Arbeitskräftemangel aufgrund der Mobilisierung im Krieg. Doch bereits ein Jahr später könnte sich die Situation verbessern: Für 2026 prognostiziert der FAS einen Anstieg auf 1,480 Millionen Tonnen, mit einem weiteren Wachstum im Jahr 2027.

Neue Märkte als Wachstumsmotor

Laut FAS trägt die Erschließung neuer Exportmärkte wesentlich zum erwarteten Wachstum bei. Ein neues Handelsabkommen mit Großbritannien eröffnet der Ukraine bessere Marktzugänge und damit die Aussicht auf steigende Exporte. Auch der Zugang zum EU-Markt bleibt entscheidend, obwohl er durch ein jährliches zollfreies Importkontingent von 120.000 Tonnen begrenzt ist. Die Produktionserholung bei MHP, einem der größten Geflügelfleischproduzenten Europas mit Sitz in der Ukraine, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Krieg stellt weiterhin bedeutendes Risiko dar

Dennoch bleibt der Krieg das größte Hindernis für eine stabile Entwicklung. Russische Angriffe auf die Infrastruktur führen zu Stromausfällen und logistischen Problemen, was wiederum die Produktionsbedingungen erschwert. Obwohl diese Angriffe teilweise günstigere Futtermittelpreise bewirken könnten, sind die langfristigen Produktionsprognosen laut FAS weiterhin unsicher und stark von der Kriegsdynamik abhängig.

Zusammenfassend hat sich die ukrainische Geflügelfleischindustrie zwar an die schwierigen Kriegsbedingungen angepasst und blickt hoffnungsvoll auf eine Erholung nach dem Rückgang im Jahr 2025. Dennoch bleiben die Zukunftsaussichten fragil, da sie eng mit den Entwicklungen im Konfliktgebiet verknüpft sind.