Polen steht erneut im Fokus der Tiergesundheitsexperten, nachdem ein neuer Ausbruch der Newcastle-Krankheit in einem großen Legehennenbetrieb gemeldet wurde. Der jüngste Fall, der von der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) am 8. September bestätigt wurde, betrifft einen Bestand von über 78.000 Hühnern in Przyczyna Dolna, von denen mehr als 8.400 Tiere verendet sind.
Wiederkehrende Herausforderungen für die polnische Geflügelwirtschaft
Nach einer Phase ohne neue Krankheitsfälle seit Juni ist die Newcastle-Krankheit nun wieder präsent in Polen. In den letzten zwei Jahren hatte kein anderes Land mehr Todesfälle durch diese Krankheit zu verzeichnen als Polen. Seit September 2024 mussten hier über 140 Geflügelbestände aufgrund des Virus aufgegeben werden, obwohl zuletzt Anzeichen auf eine Verlangsamung der Ausbreitung hindeuteten.
Die erneute Verbreitung des Virus stellt eine erhebliche Herausforderung für die polnische Geflügelwirtschaft dar. Branchenexperten fordern verstärkte Maßnahmen zur Kontrolle und Prävention, um weitere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.
Internationale Lage und Maßnahmen
Nicht nur Polen ist betroffen; die WOAH hat auch aus anderen Ländern Berichte über das Auftreten der Newcastle-Krankheit erhalten. Aktuell stehen Ungarn, Spanien, Singapur, Deutschland, Peru, Israel, Malaysia und Burkina Faso ebenfalls auf der Liste der betroffenen Gebiete. Diese globale Präsenz des Virus erfordert koordinierte internationale Anstrengungen zur Eindämmung und Bekämpfung.
Infolge dieser Entwicklungen sind sowohl nationale als auch internationale Gesundheitsbehörden gefordert, effektive Strategien zur Viruskontrolle zu implementieren und den Austausch bewährter Praktiken zu fördern. Die Kooperation zwischen betroffenen Ländern könnte entscheidend sein, um zukünftige Ausbrüche zu verhindern und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft zu minimieren.
