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US-Fleischexporte steigen bis 2035 um 12 % dank globaler Nachfrage

Die US-amerikanische Fleischindustrie steht vor einem deutlichen Exportwachstum. Das Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (USDA) prognostiziert, dass die Ausfuhren von Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch zwischen 2027 und 2035 um nahezu 12 % zulegen werden. Diese Entwicklung wird von steigenden Einkommen im Ausland und einer erwarteten Abschwächung des US-Dollars begünstigt, was die internationale Nachfrage nach amerikanischem Fleisch ankurbeln dürfte.

Prognosen für Rindfleischexporte

Laut USDA werden die Exporte von Rindfleisch bis 2035 um erstaunliche 31 % zunehmen, wobei sie sich von derzeit 1,12 Millionen Tonnen auf 1,48 Millionen Tonnen erhöhen sollen. Diese Steigerung ist besonders bemerkenswert angesichts der Schwankungen in der globalen Nachfrage und der Herausforderungen in der heimischen Produktion.

In Bezug auf Schweinefleisch wird ein Wachstum von 11,2 % erwartet, das bis zum Jahr 2035 zu einem Rekordniveau von 3,54 Millionen Tonnen führen soll. Diese Zunahme spiegelt die Effizienzsteigerungen in der Produktionskette wider, insbesondere durch höhere Schlachtgewichte und eine erhöhte Ferkelproduktion.

Anstieg bei Geflügelexporten

Auch die Exporte von Geflügelfleisch zeigen laut Prognose eine positive Entwicklung. So sollen die Broiler-Exporte bis 2035 um 8,7 % auf insgesamt 3,31 Millionen Tonnen steigen. Die Putenfleischexporte hingegen werden voraussichtlich einen Anstieg von 3,9 % auf 0,19 Millionen Tonnen verzeichnen.

Der Trend bei Schweinefleisch zeigt sich bereits seit dem Jahr 2024 deutlich: Damals überstiegen die Schweinefleischexporte jene von Hühnerfleisch erstmals seit den späten Siebzigern. Diese Dynamik soll sich fortsetzen, unterstützt durch eine stetige Produktionssteigerung im Inland.

Konkurrenzfähige Schweinefleischproduktion

Einen besonderen Einfluss auf den Exportmarkt könnte auch die europäische Umweltpolitik haben. Das USDA geht davon aus, dass diese Richtlinien die Produktionsmöglichkeiten der EU beeinträchtigen und dadurch die Exportchancen der USA verbessern werden.

Zudem wird erwartet, dass bis 2029 ein erneuter Rekordwert bei den Schweinefleischexporten erreicht wird – ein Niveau vergleichbar mit dem aus dem Jahr 2020, als China aufgrund der Afrikanischen Schweinepest seine Importe stark erhöhte.

Anpassungen in der Rindfleischproduktion

Trotz aktuell hoher Preise für Rind- und Kalbfleisch plant das USDA eine Reduzierung der Produktion gegenüber den Spitzenwerten von 2022. Ein Tiefpunkt wird für das Jahr 2027 prognostiziert. Dennoch könnten die hohen Preise Landwirte dazu bewegen, ihre Bestände zu halten und damit das Angebot zu verknappen. Ab diesem Zeitpunkt ist ein moderates Wachstum der Herden vorgesehen.

Zudem könnten höhere durchschnittliche Schlachtgewichte dazu beitragen, den Produktionsanstieg während des gesamten Prognosezeitraums zu unterstützen. Insgesamt rechnet das USDA mit einer Zunahme der Rindfleischproduktion um 11,9 %, beginnend ab dem Jahr 2027.

Zukunftsperspektiven für Geflügelproduktion

Bessere Futterverwertung spielt eine entscheidende Rolle bei der erwarteten Erhöhung der Geflügelproduktion. Eine kontinuierlich steigende Inlands- und Auslandsnachfrage sowie günstige Margen fördern diese Entwicklung zusätzlich. Insbesondere bei Broilern ist ein Anstieg um 11,3 % vorhergesagt.

Puten oder Truthähne sollen im gleichen Zeitraum einen Produktionszuwachs von 4 % erfahren und sich damit teilweise vom Rückgang im Jahr 2025 erholen können. Insgesamt zeigt sich ein Bild einer expandierenden US-Fleischindustrie mit bedeutendem Potenzial auf den internationalen Märkten.