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Dänemarks Schweinehalter leiden unter Rekordschweinestau und Preisdruck

Die dänischen Schweinehalter stehen derzeit vor erheblichen Herausforderungen, da die Erzeugerpreise auf ein Rekordtief gefallen sind. Die Situation hat sich so verschärft, dass Danish Crown, ein führendes Fleischunternehmen, einen erheblichen Rückstau von schlachtreifen Schweinen verzeichnet. Zu Hochzeiten blieben bis zu 235.000 Tiere in den Ställen, anstatt planmäßig geschlachtet zu werden.

Verzögerungen bei der Abholung

Trotz eines leichten Rückgangs des Angebots an lebenden Tieren müssen die Landwirte weiterhin mit Verzögerungen rechnen. Im Durchschnitt verzögert sich die Abholung der Tiere um sieben bis zehn Tage. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben Schlachthöfe in Blans und Horsens kurzfristig ihre Kapazitäten erweitert.

Zudem soll eine Sonderschlachtung am kommenden Samstag im Werk Horsens helfen, den Rückstand abzubauen. Ziel ist es, die Zahl der zurückgestellten Schweine bis nächste Woche auf 170.000 zu reduzieren.

Preisverfall setzt Betriebe unter Druck

Der Preis für Schweinefleisch in Dänemark ist dramatisch gefallen und liegt nun bei nur 1 €/kg Schlachtgewicht. Diese Entwicklung wird durch das hohe Überangebot weiter verschärft. Im Vergleich dazu liegt der korrigierte Preis in Deutschland um mehr als 50 Cent höher.

Jeppe Bloch Nielsen von der dänischen Schweineerzeugervereinigung äußerte seine Enttäuschung über diese Situation. Er betonte, dass dänische Produzenten bekannt dafür seien, Schweinefleisch besonders kostengünstig zu produzieren, aber dennoch den niedrigsten Preis in Europa erhalten würden. Dies deute seiner Meinung nach auf ineffiziente Schlachthöfe im Land hin.

Auswirkungen auf die Branche

Die gegenwärtige Krise zwingt viele Bauern dazu, ihre betriebswirtschaftlichen Strategien zu überdenken. Die niedrigen Preise und Verzögerungen könnten langfristige Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der dänischen Schweineproduktion haben.

Sollte keine Lösung gefunden werden, könnte dies nicht nur finanzielle Verluste für die Landwirte bedeuten, sondern auch Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette und letztlich die Verbraucherpreise haben.