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Biodiesel-Absatz steigt 2026 um 11,4 % dank politischer Maßnahmen

Der Absatz von Biodiesel und HVO verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen bemerkenswerten Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Verkauf dieser Biokraftstoffe um 11,4 Prozent, wie das Umweltbundesamt (UBA) unter Berufung auf Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik (AGEE-Stat) berichtet. Insgesamt wurden im Verkehrssektor rund 27 Terawattstunden erneuerbare Energien genutzt, was einem Zuwachs von 13 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht und einen neuen Höchstwert darstellt. Die Ursache für diesen Anstieg ist in politischen Maßnahmen zu finden.

Einfluss der Treibhausgasminderungsquote

Laut UBA liegt der Hauptgrund für die positive Entwicklung in der Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote, die Anfang 2026 von 10,6 auf zwölf Prozent angehoben wurde. Diese Richtlinie veranlasste Mineralölunternehmen dazu, mehr Biokraftstoffe einzusetzen, um ihre gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Rapsmarkt könnte ebenfalls von dieser Entwicklung profitieren, da Raps als wichtigster heimischer Rohstoff für Biodiesel gilt. Dennoch hängt eine mögliche Preissteigerung für Raps auch von anderen Faktoren wie Ernteerträgen und internationalen Pflanzenölmärkten ab.

Der Erzeugerpreis für Raps stieg seit Jahresbeginn an und erreichte am 12. Juli laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) 480 Euro je Tonne. Trotz einer erwarteten größeren Ernte bleibt dieser Preis über dem Niveau des Vorjahres. Laut der fünften Ernteschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) wird die Rapsernte in Deutschland mit etwa vier Millionen Tonnen etwas höher ausfallen als im Vorjahr.

Zuwachs bei erneuerbaren Energien

Neben Biokraftstoffen spielt auch die Elektromobilität eine immer bedeutendere Rolle im Energiemix. Der Einsatz erneuerbaren Stroms im Straßenverkehr erhöhte sich um mehr als 20 Prozent, begünstigt durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen und den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien im Strommix. Insgesamt machten erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2026 rund 57 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus.

UBA-Präsident Dirk Messner zeigte sich zuversichtlich angesichts dieser Entwicklungen und betonte die Notwendigkeit, den Ausbau von Zukunftstechnologien weiter zu forcieren. Gleichzeitig warnte er davor, dass trotz Fortschritten bei Wind- und Solarenergie auch die Wärme- und Verkehrswende beschleunigt werden müssen.