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EU plant verstärkte Förderung für Junglandwirte ab 2028

In der Europäischen Union wird intensiv darüber nachgedacht, wie die Förderung junger Landwirte im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 gestärkt werden kann. Diese Überlegungen sind notwendig, da immer weniger landwirtschaftliche Betriebe im Zuge des Generationswechsels weitergeführt werden, wie der Bauernverband Niedersachsen berichtet.

Neue Fördermodelle für Betriebsübernahmen

Für viele junge Hofnachfolger stellt sich die Frage, wie die EU die Übernahme von Landwirtschaftsbetrieben künftig finanziell unterstützen könnte. Max Klockemann, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, erklärt, dass verschiedene Fördermöglichkeiten innerhalb der GAP in Betracht gezogen werden.

Die Unterstützung könnte in Form von zinsgünstigen Darlehen, Niederlassungsbeihilfen sowie Investitionsprogrammen erfolgen. Auch die flächenbasierte Junglandwirte-Prämie als Direktzahlung ist eine mögliche Option. Diese Förderung ist entscheidend, da der Generationswechsel oft hohe Investitionen erfordert, um die Betriebe zukunftssicher zu machen.

Zinsgünstige Darlehen bevorzugt

Klockemann und seine Kollegen sehen zinsgünstige Darlehen als besonders wertvoll an. Diese sollten nach Vorlage eines Betriebskonzepts für Bauprojekte und Einkommensdiversifikation verfügbar sein. Ein Zinssatz von einem Prozent mit einer Laufzeit von 20 Jahren wäre ideal nach Ansicht der Junglandwirte.

Zinsgünstige Darlehen bieten den Vorteil, unabhängig von politischen Entscheidungen zu sein und ermöglichen eine flexible Mittelverwendung – ein wesentlicher Aspekt angesichts der individuellen Betriebsausrichtungen.

Erhalt der Junglandwirteprämie gefordert

Die bestehende Junglandwirteprämie in Höhe von 120 € pro Hektar, gültig für maximal 120 Hektar und fünf Jahre, sollte laut den jungen Landwirten beibehalten werden. Der Aufwand für die Beantragung sei überschaubar und die Prämie politisch unabhängig sowie ungebunden an spezifische Bewirtschaftungsweisen.

Investitionsprogramme sind ebenfalls im Gespräch, doch sie bergen Risiken hinsichtlich ihrer Ausgestaltung. Je nach politischer Ausrichtung könnten sie unterschiedliche Zielgruppen begünstigen, was nicht immer den klassischen Hofnachfolgern zugutekommen würde.

Nationale Anpassungen und Herausforderungen

Die Junglandwirte Niedersachsen plädieren daher für Förderinstrumente, die möglichst vielen Hofnachfolgern zugänglich sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die GAP-Reform konkret gestalten wird und welche nationalen Anpassungen erforderlich sein könnten, um junge Landwirte wirksam zu unterstützen.