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Maispreise steigen kräftig um 7 Euro je Tonne im EU-Handel

Im europäischen Agrarhandel zeigen sich derzeit deutliche Preisbewegungen bei den Getreidesorten. Besonders die Maispreise verzeichnen einen kräftigen Anstieg, während die Weizenkurse nach einem kurzen Hoch wieder ins Minus rutschen. Diese Entwicklungen sind vor allem auf die angespannte Marktlage sowie externe Einflüsse zurückzuführen.

Anstieg der Maispreise durch knappe Bestände

Der Preis für Mais erlebte im Handelsverlauf einen sprunghaften Anstieg von bis zu 7 Euro je Tonne. Diese Entwicklung ist vor allem auf die angespannte Versorgungslage in der Europäischen Union zurückzuführen, wo Mais derzeit erheblich teurer gehandelt wird als andere Getreidearten. Insbesondere in Frankreich schreitet die Ernte zügig voran und hat bereits 13 % des nationalen Ziels erreicht, was über dem Fünfjahresdurchschnitt von 11 % liegt.

An der Euronext verzeichnete der Novemberkontrakt für 2026 am Dienstag einen Preisanstieg um 6,50 €/t auf 275,25 €/t, während der Märzkontrakt für 2027 um 2,75 €/t auf 265,25 €/t zulegte. Die erwartete schlechte Ernte in Europa und insbesondere in Frankreich sowie extrem niedrige Lagerbestände zum Ende des Wirtschaftsjahres tragen maßgeblich zur derzeitigen Marktsituation bei.

In den USA bleiben die Maispreise stabil über der Marke von 5,40 US-Dollar je Scheffel. Diese Stabilität wird durch eine starke Exportnachfrage aus den USA sowie ein schrumpfendes globales Angebot gestützt. Auch für das kommende Handelsjahr wird ein weiterer Ausbau des Agrarhandels mit China erwartet.

Weizenpreise unter Druck

Trotz eines positiven Starts in die Woche gerieten die Weizenpreise am Dienstag wieder unter Druck. Die fallenden Kurse auf den internationalen Märkten belasteten auch die europäischen Preise erheblich. An der Euronext fielen die Kurse für Dezember 2026 um 1,0 €/t auf 242,75 €/t und für März 2027 um 0,75 €/t auf 246,75 €/t.

In den USA behinderten Niederschläge im Mittleren Westen zwar die Feldarbeiten, verbesserten jedoch gleichzeitig die Bodenfeuchtigkeit positiv für die Pflanzenentwicklung. Das USDA berichtete von einer Verbesserung der Keimungsbedingungen durch jüngste Regenfälle in den nördlichen und zentralen Plains.

Globale Einflüsse und geopolitische Spannungen

Die angespannte geopolitische Lage wirkt sich weiterhin negativ auf den globalen Getreidehandel aus. Insbesondere Angriffe zwischen Russland und der Ukraine beeinträchtigen den Seetransport über das Schwarze Meer erheblich. Russland lenkt seine Getreideexporte zunehmend über alternative Routen wie Terminals in der Ostsee und Arktis um.

Zudem sind diplomatische Bemühungen bei den Vereinten Nationen im Gange, die möglicherweise Auswirkungen auf Energielieferungen und chinesische Agrarkäufe haben könnten. Marktexperten beobachten gespannt das anstehende Treffen zwischen Trump und Xi Jinping hinsichtlich möglicher Fortschritte im Agrarhandel zwischen den USA und China.