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Futterknappheit treibt Bio-Schlachtkuh-Angebot hoch, Preise fallen

Futterknappheit infolge der sommerlichen Hitzeperiode hat Auswirkungen auf den Markt für ökologisch erzeugtes Rindfleisch. Während Bio-Jungbullen rar bleiben und ihre Preise halten, steigt die Zahl der Bio-Schlachtkühe, was zu einem Preisrückgang führt. Problematisch ist die Situation besonders im Süden Deutschlands, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berichtet.

Angebotsanstieg bei Schlachtkühen

Landwirte in verschiedenen Regionen sehen sich gezwungen, aufgrund des mangelhaften Grundfutterwachstums ihre Tiere früher als üblich einzustallen oder selektiver zu wirtschaften. Dies führt dazu, dass Kühe bereits jetzt zur Schlachtung angemeldet werden, statt traditionell im Herbst. Hoffnung auf Erholung besteht durch die jüngsten Regenfälle, die eine weitere Ernte der Grünlandbestände möglich erscheinen lassen. Zudem tragen die seit Langem stabilen und relativ hohen Bio-Milchauszahlungspreise dazu bei, dass einige Betriebe ihre Kühe länger melken und dadurch mehr Schlachtkühe anbieten.

Gegensätzliche Preisentwicklung

Die unterschiedliche Verfügbarkeit von Bio-Rindfleischkategorien wird in den Preisen sichtbar: Während sich die Preise für Bio-Jungbullen stabil zeigen, geraten Bio-Schlachtkühe verstärkt unter Preisdruck. Die Erlöse für Schlachtkühe haben zuletzt merklich nachgegeben, so die Beobachtungen der Landwirtschaftskammer NRW.

Anpassungen im Einzelhandel

Auch im Einzelhandel gibt es erste preisliche Anpassungen. Während die Preise für hochwertige Produkte vom Jungbullen konstant bleiben, reduziert der Handel den Preis für Bio-Rinderhackfleisch um 0,20 € pro 400-g-Packung. Trotz dieser Anpassungen bleibt das generelle Preisniveau hoch und übertrifft weiterhin den Vorjahreswert. Mit dem Ende der Ferien und gemäßigteren Temperaturen erwarten Marktbeobachter eine steigende Nachfrage durch zurückkehrende Urlauber.