Das neuartige „Shamonda-like“-Virus, das sich über Gnitzen verbreitet, hat nun auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Der erste Fall wurde im Kreis Höxter nachgewiesen, wie der WDR berichtet. Zuvor wurden bereits Infektionen in Niedersachsen bekannt.
Ausbreitung in mehreren Bundesländern
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) sind auch Rinder in Rheinland-Pfalz und Hessen von dem Virus betroffen. Sequenzvergleiche deuten darauf hin, dass es sich bei den Fällen in der Schweiz und Frankreich um dasselbe Virus handelt. Eine weitere Verbreitung des Erregers wird erwartet.
Das FLI hat inzwischen Testprotokolle an die Veterinärlabore der Bundesländer übermittelt. Diese sollen eine schnelle Diagnose bei Verdachtsfällen ermöglichen und so eine rasche Reaktion sicherstellen.
Übertragung und Symptome
Das Virus wird durch Gnitzen übertragen und führt bei infizierten Tieren zu Symptomen wie Leistungsrückgang, Fieber und Durchfall. Angesichts des Fehlens eines Impfstoffs rät das FLI dringend dazu, Maßnahmen zum Schutz der Tiere vor diesen Insekten zu treffen.
Die bisherigen Infektionsfälle sind nicht auf Deutschland beschränkt; auch in der Schweiz und Frankreich sind ähnliche Krankheitsbilder aufgetreten.
Maßnahmen zur Eindämmung
Um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, wurden präventive Strategien entwickelt. Dazu gehört insbesondere der Schutz der Tiere vor Gnitzenbefall. Die Bereitstellung von Testprotokollen durch das FLI soll zudem helfen, Verdachtsfälle schnell zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Für weitere Informationen zum Shamonda-Virus können Interessierte die Webseite des Friedrich-Loeffler-Instituts besuchen.
