Aktuelle Entwicklungen auf dem Holzmarkt zeigen, dass die Preise für Fichten- und Kiefernholz sowie Industrieholz weiterhin hoch sind. Trotz der Bauwirtschaftskrise, die die Absatzmärkte beeinflusst, bleibt das Angebot von Rundholz knapp. Dies verhindert größere Preisrückgänge.
Preisentwicklung bei Fichte und Kiefer
Laut Daten des Statistischen Bundesamtes bewegen sich die Preise für Fichten-Fixlängen in der Stärkeklasse 2 b+ im August 2026 zwischen 118 und 125 Euro je Festmeter in der Güte B (BC). Käferholz wird mit einem Abschlag von 20 Euro je Festmeter gehandelt. Kiefernholz in BC-Qualität erzielt Preise von 83 bis 88 Euro je Festmeter, während D-Qualität bei etwa 70 Euro liegt.
Die Preisstatistik zeigt bis Juni stetige Preissteigerungen bei Fichten- und Kiefernholz sowie Industrieholz. Ein strukturelles Überangebot ist insbesondere bei Fichte nicht zu erkennen. Die Knappheit im Angebot bleibt bestehen und treibt die Preise weiter nach oben.
Marktsituation und Nachfrageverhalten
Waldbesitzerverbände berichten, dass sowohl saisonale Faktoren als auch die Hitzewelle zu einem Rückgang des Holzeinschlags geführt haben. Die Rundholzlagerstände sind geschrumpft, was durch Revisions- und Urlaubsstillstände der Sägewerke nur bedingt ausgeglichen werden konnte. Die Nachfrage nach Sägerundholz bleibt jedoch bestehen.
Trotz regional unterschiedlichem Einkaufsverhalten der Sägewerke zeigt sich eine stabile Nachfrage in einigen Regionen Deutschlands. In Ostdeutschland, Nordbayern und Hessen kommt es hingegen vereinzelt zu Kauf-Zurückhaltung oder abgebrochenen Preisverhandlungen.
Industrieholzpreise steigen weiter
Auch Industrieholz verzeichnet preisliche Zuwächse. Regionale Unterschiede führen zu unterschiedlichen Preisspannen: Für Hartholz liegen die Preise zwischen 70 und 80 Euro je Festmeter, für Weichholz zwischen 40 und 45 Euro. Die Stabilität der Nachfrage wird durch den Aufbau ausreichender Lagerbestände für die Heizsaison unterstützt.
Ein ungewisser Faktor bleibt das Käferholz. Während Waldbesitzerverbände von einem entspannten Jahr sprechen, bleibt abzuwarten, welche Mengen tatsächlich am Markt verfügbar sein werden.
Bauwirtschaftskrise belastet Absatzmärkte
Der anhaltende Stillstand in der Bauwirtschaft wirkt sich negativ auf den Absatz von Schnittholz aus, was wiederum die Nachfrage nach Nadelsägerundholz beeinträchtigt. Die gedrosselte Produktion der Sägewerke führt jedoch zu einer verstärkten Nachfrage nach Nadelindustrierundholz.
Länger andauernde Hitzeperioden und Niederschlagsdefizite erhöhen das Risiko eines Borkenkäferbefalls. Waldbesitzer sind bestrebt, betroffene Bäume frühzeitig zu entfernen, um eine Vermehrung des Schädlings zu verhindern.
