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Husqvarna Motorsägen: 5 Modelle für Garten und Forst

Eine möglichst starke Motorsäge ist nicht automatisch die beste Wahl. Wer nur Obstbäume pflegt oder gelegentlich Brennholz sägt, braucht andere Leistungsreserven als ein Anwender, der regelmäßig stärkere Stämme fällt. Neben Motorleistung und Schienenlänge spielt deshalb vor allem das Verhältnis aus Gewicht, Leistung und geplantem Einsatz eine Rolle.

Husqvarna deckt mit seinen Benzin-Motorsägen ein breites Spektrum ab. Für die Einordnung lassen sich fünf Modelle gegenüberstellen: von der 120 Mark II für gelegentliche Arbeiten bis zur 572 XP für den professionellen Forsteinsatz. Der Unterschied ist erheblich: Die Motorleistung reicht von 1,4 bis 4,3 kW, das Gewicht ohne Schneidausrüstung von rund 4,7 bis 6,6 kg.

Husqvarna 120 Mark II für gelegentliche Arbeiten

Für kleinere Arbeiten rund um Hof, Haus und Garten reicht häufig eine Motorsäge aus der Einstiegsklasse. Die Husqvarna 120 Mark II arbeitet mit einem 38-cm³-Motor und erreicht 1,4 kW Leistung. Serienmäßig wird sie in Deutschland mit einer 35-cm-Schiene angeboten.

Das Modell eignet sich damit vor allem zum Ablängen kleinerer Holzstücke, für Brennholz und für gelegentliche Arbeiten an Bäumen. Husqvarna empfiehlt Schienenlängen zwischen 35 und 45 cm.

Mit 5 kg ohne Schneidausrüstung ist die 120 Mark II allerdings nicht automatisch leichter als leistungsstärkere Modelle. Ihr Vorteil liegt vielmehr in der auf gelegentliche Anwender abgestimmten Konstruktion und der überschaubaren Motorleistung. Zur Ausstattung gehören unter anderem X-Torq-Motor, Air Injection und eine trägheitsausgelöste Kettenbremse.

Für Betriebe, auf denen die Motorsäge nur sporadisch zum Freischneiden, für kleinere Reparaturarbeiten an Holz oder zur Brennholzbereitung benötigt wird, kann diese Leistungsklasse ausreichen.

Husqvarna 120 Mark II

Eine passende Husqvarna-Motorsäge für jede Herausforderung


135 Mark II bietet etwas mehr Leistung bei ähnlicher Größe

Eine Stufe darüber liegt die Husqvarna 135 Mark II. Auch sie besitzt 38 cm³ Hubraum, erreicht aber 1,6 kW. Das Gewicht ohne Schneidausrüstung beträgt 4,68 kg.

Husqvarna positioniert die Säge für Gartenarbeiten, Brennholz und das Fällen kleiner Bäume. Die empfohlenen Schienenlängen reichen von 35 bis 40 cm. In Deutschland wird sie mit einer 35-cm-Schiene angeboten.

Interessant ist der Vergleich zur 120 Mark II: Trotz höherer Leistung ist die 135 Mark II nach den aktuellen Herstellerangaben etwas leichter. Wer regelmäßig Brennholz aufarbeitet oder häufiger kleinere Bäume sägt, erhält damit zusätzliche Leistungsreserven, ohne bereits in die professionelle 50-cm³-Klasse wechseln zu müssen.

Zur Ausstattung gehören LowVib zur Schwingungsreduzierung, eine seitliche Kettenspannung und ebenfalls der X-Torq-Motor.

Husqvarna 135 Mark II

Eine passende Husqvarna-Motorsäge für jede Herausforderung


Ab 50 cm³ beginnt eine andere Leistungsklasse

Deutlich größer wird der Sprung mit der Husqvarna 545 Mark II. Der Motor besitzt 50,1 cm³ Hubraum und leistet 2,7 kW. Das Gewicht beträgt 5,3 kg ohne Schiene und Kette.

Damit richtet sich die Maschine bereits an professionelle und anspruchsvolle Anwender. Husqvarna nennt Forstwirtschaft und Baumpflege als Einsatzgebiete. Die möglichen Schienenlängen reichen von 33 bis 50 cm.

Die 545 Mark II verfügt außerdem über AutoTune. Das System passt die Motoreinstellung automatisch an die Betriebsbedingungen an. Hinzu kommen unter anderem ein Magnesium-Kurbelgehäuse, Air Injection und eine einstellbare Ölpumpe.

Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe kann diese Klasse interessant sein, wenn eine Motorsäge nicht nur gelegentlich genutzt wird. Beim Aufarbeiten größerer Brennholzmengen, beim Entasten oder bei regelmäßig anfallenden Baumarbeiten machen sich zusätzliche Leistung und eine auf häufigere Nutzung ausgelegte Konstruktion bemerkbar.

Husqvarna 545 Mark II

Eine passende Husqvarna-Motorsäge für jede Herausforderung


550 XP Mark II: gleiche Größe, aber mehr Leistung

Auf den ersten Blick liegen 545 Mark II und 550 XP Mark II dicht beieinander. Beide besitzen 50,1 cm³ Hubraum und wiegen laut Husqvarna jeweils 5,3 kg ohne Schneidausrüstung.

Der entscheidende Unterschied steckt in der Leistung. Die 550 XP Mark II erreicht 3,0 kW statt 2,7 kW. Auch die Kettengeschwindigkeit ist mit 19,6 m/s bei maximaler Leistung etwas höher.

Husqvarna richtet die 550 XP Mark II ausdrücklich auf den professionellen Forsteinsatz aus. Genannt werden das Fällen, Entasten und Ablängen mittelgroßer Bäume. Schienen bis 50 cm sind vorgesehen.

Wer täglich mit einer Motorsäge arbeitet, bewertet andere Eigenschaften stärker als ein Gelegenheitsnutzer. Schnittleistung, Beschleunigung, Handhabung und Leistungsgewicht gewinnen dann an Bedeutung. Genau hier liegt die Positionierung der XP-Baureihe.

Für einen Betrieb, auf dem lediglich einige Raummeter Brennholz pro Jahr gesägt werden, wäre diese Ausstattung dagegen häufig unnötig. Die Mehrleistung zahlt sich vor allem aus, wenn sie tatsächlich regelmäßig genutzt wird.

550 XP Mark II

Eine passende Husqvarna-Motorsäge für jede Herausforderung *nur noch wenige auf Lager


572 XP für starke Stämme und professionelle Forstarbeit

Am oberen Ende des Vergleichs steht die Husqvarna 572 XP. Sie besitzt 70,6 cm³ Hubraum und leistet 4,3 kW. Das entspricht rund 5,8 PS. Genau dieses Modell hebt auch der ukrainische Ausgangsbeitrag für schwere professionelle Arbeiten hervor.

Mit 6,6 kg ohne Schneidausrüstung ist die 572 XP erwartungsgemäß schwerer als die 50-cm³-Modelle. Dafür können Führungsschienen zwischen 38 und 70 cm verwendet werden.

Husqvarna sieht die Maschine für professionelle Holzernte, das Fällen größerer Bäume sowie das Entasten und Ablängen von stärkerem Holz vor. Zur Ausstattung gehören AutoTune, Magnesium-Kurbelgehäuse und ein auf hohe Staubbelastung ausgelegtes Filtersystem.

Bei großen Stammdurchmessern oder längeren Arbeitseinsätzen ist die zusätzliche Leistung sinnvoll. Bei leichten Arbeiten wird sie dagegen zum Nachteil: Der Bediener trägt mehr Gewicht, obwohl ein kleineres Modell dieselbe Aufgabe erledigen könnte.

Husqvarna 572 XP

Eine passende Husqvarna-Motorsäge für jede Herausforderung


Mehr Leistung bedeutet nicht automatisch schnelleres Arbeiten

Bei der Auswahl einer Motorsäge sollte deshalb nicht allein auf Kilowatt oder Hubraum geschaut werden. Eine schwere 70-cm³-Säge ist bei starkem Holz wesentlich produktiver, kann bei häufigem Entasten dünner Äste jedoch unnötig belastend sein.

Husqvarna selbst unterscheidet zwischen Hobby-, Allround- und Profi-Motorsägen. Professionelle Modelle sind auf längere Einsatzzeiten, hohe Leistung und entsprechende Ergonomie ausgelegt. Kleinere Sägen sind dagegen für gelegentliche Arbeiten konzipiert.

Auch die Schienenlänge sollte zur Aufgabe passen. Eine lange Führungsschiene wird vor allem für größere Stammdurchmesser benötigt. Sie macht eine Motorsäge jedoch ebenfalls schwerer und verändert ihr Handling.

Für Brennholz ist der Stammdurchmesser entscheidend

Gerade auf landwirtschaftlichen Betrieben gehört die Brennholzaufbereitung zu den häufigsten Einsatzgebieten einer Motorsäge.

Wer überwiegend dünnere Stämme und Kronenholz verarbeitet, benötigt keine große Forstsäge. In diesem Bereich können 120 Mark II oder 135 Mark II ausreichend sein.

Stehen regelmäßig größere Mengen und stärkere Durchmesser an, verschiebt sich die sinnvolle Leistungsklasse in Richtung 545 Mark II oder 550 XP Mark II. Die 572 XP ist dagegen vor allem dann interessant, wenn große Stämme und professionelle Forstarbeiten zum normalen Einsatzspektrum gehören.

Dabei zählt nicht nur der größte Stamm, der irgendwann einmal gesägt werden könnte. Wichtiger ist die Arbeit, die mit der Maschine regelmäßig erledigt werden soll.

Fünf Modelle zeigen große Unterschiede

Die technischen Daten verdeutlichen die Abstufung:

ModellHubraumLeistungGewicht*empfohlene Schiene
Husqvarna 120 Mark II38 cm³1,4 kW5,0 kg35–45 cm
Husqvarna 135 Mark II38 cm³1,6 kW4,68 kg35–40 cm
Husqvarna 545 Mark II50,1 cm³2,7 kW5,3 kg33–50 cm
Husqvarna 550 XP Mark II50,1 cm³3,0 kW5,3 kg33–50 cm
Husqvarna 572 XP70,6 cm³4,3 kW6,6 kg38–70 cm

* Gewicht ohne Schneidausrüstung. Herstellerangaben.

Die Tabelle zeigt auch, warum Hubraum allein für die Kaufentscheidung nicht ausreicht. 545 Mark II und 550 XP Mark II besitzen beispielsweise denselben Hubraum und dasselbe angegebene Gewicht, unterscheiden sich aber bei Motorleistung und Ausrichtung.

Für gelegentliche Arbeiten ist deshalb eine kompakte Maschine meist sinnvoller. Je größer Holzmenge, Stammdurchmesser und jährliche Einsatzdauer werden, desto eher lohnt sich der Wechsel in eine professionelle Leistungsklasse.