Seit Ende Juni haben sich die Heizölpreise deutlich erhöht, und ein weiteres Ansteigen um zwei bis drei Cent pro Liter wird heute erwartet. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und reduzierte Raffineriekapazitäten in Russland belasten die Ölversorgung erheblich.
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Ölmarkt unter Druck
An den internationalen Warenterminmärkten verzeichnen die Ölpreise weiterhin einen deutlichen Anstieg. Insbesondere Gasöl hat das höchste Preisniveau seit April erreicht. Diese Entwicklung führt auch bei den Heizöl-Notierungen zu kontinuierlichen Preiserhöhungen.
Im Moment liegt der Preis für die September-Kontrakte der Nordsee-Ölsorte Brent bei 91,70 Dollar pro Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im August kostet derzeit 1.320 Dollar. Gleichzeitig zeigt sich der Euro gegenüber dem Dollar etwas stärker, mit einem aktuellen Kurs von etwa 1,1450 Dollar.
Geopolitische Spannungen belasten Märkte
Die Aussichten auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten sind derzeit gering. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich ausgeweitet und betrifft nun auch andere Länder. Jüngste Angriffe durch Saudi-Arabien und die USA auf iranisch unterstützte Milizen im Irak sowie Huthi-Rebellenangriffe auf Schiffe im Roten Meer führen zu weiteren Störungen in der internationalen Ölversorgung.
Trotz alternativer Exportwege bleiben die Meerengen bei Hormus und Bab al-Mandab entscheidend für Öllieferungen aus der Region. Parallel dazu beeinträchtigt der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine die russischen Raffineriekapazitäten erheblich, was die Gasölpreise weiter steigen lässt.
Anhaltender Preisdruck auf Rohöl
Obwohl die Rohölpreise moderat erscheinen, sind sie bemerkenswert stabil geblieben. Die US-amerikanischen Rohöllagerbestände sind laut dem Department of Energy (DOE) um über sieben Millionen Barrel gesunken, was den niedrigsten Stand seit September 2018 markiert.
Trotz dieser Entwicklungen konnte sich der Euro aufgrund einer unveränderten Zinspolitik der US-Notenbank gegenüber dem US-Dollar leicht erholen.
Kaufzurückhaltung könnte Versorgung gefährden
Seit Ende Juni sind die Heizölpreise durchschnittlich um etwa 20 Cent pro Liter gestiegen, und es ist wahrscheinlich, dass dieser Trend kurzfristig anhält. Sollte sich dies bewahrheiten, könnten Verbraucher im Herbst aufgrund monatelanger Kaufzurückhaltung mit Versorgungsengpässen konfrontiert werden. Eine rechtzeitige Bestellung wird daher dringend empfohlen.
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