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Nestlés Gewinn fällt um 31,4 % im ersten Halbjahr 2026

Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Rückgang seiner finanziellen Kennzahlen. Der Umsatz betrug 46,4 Milliarden Euro, was einem Minus von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Das operative Ergebnis fiel um 2,8 % auf 7,61 Milliarden Euro.

Besonders betroffen war das Unternehmen beim Reingewinn, der mit 3,73 Milliarden Euro um ganze 31,4 % unter dem Wert des Vorjahres lag. Diese Entwicklung ist vor allem auf Wertberichtigungen in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro zurückzuführen. Diese stehen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Vermögenswerten aus den Bereichen Eiscreme und Nahrungsergänzungsmittel.

Wachstumsstrategie zeigt Erfolge in Schwellenländern

Trotz der herausfordernden finanziellen Lage hält Nestlé an seiner Wachstumsstrategie fest. Vorstandschef Philipp Navratil betonte, dass sich das Wachstum in den Schwellenländern beschleunigt habe und das Unternehmen auch in den Industrieländern solide Ergebnisse erzielt habe. Die Strategie basiere auf einem internen Realwachstum (RIG), das im zweiten Quartal 2026 zu einem organischen Wachstum von 3,7 % führte.

Für das Gesamtjahr rechnet Nestlé mit einem organischen Wachstum zwischen 3 und 4 %. Auch das interne Realwachstum sowie die Absatzmengen sollen im Vergleich zu 2025 zunehmen. Die operative Marge soll sich zudem gegenüber den 16,1 % des Vorjahres verbessern.

Bedeutendes Joint-Venture für Wassergeschäft

Zusätzlich zu den Geschäftszahlen kündigte Nestlé eine bedeutende strategische Partnerschaft im Wassersektor an. Ein Joint-Venture mit der US-Investmentgesellschaft Platinum Equity steht kurz vor dem Abschluss. Dieses Vorhaben umfasst einen Teilverkauf des europäischen Wassergeschäfts mit bekannten Marken wie Perrier und San Pellegrino.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll unter dem Namen Peranel mit Sitz in Paris operieren und wird auf etwa 4,8 Milliarden Euro geschätzt. Der erwartete Erlös aus dem Teilverkauf für Nestlé beträgt rund 3 Milliarden Euro. Hintergrund für diesen Schritt sind Herausforderungen im Wassergeschäft, insbesondere aufgrund eines Skandals um fragwürdige Aufbereitungsmethoden in Frankreich.

Durch die Gründung dieses Joint-Ventures erhofft sich Nestlé, die finanziellen Risiken zu minimieren und gleichzeitig weiterhin Einfluss auf die Marken zu behalten.