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Blauzungenvirus BTV-8 breitet sich in Niedersachsen weiter aus

Im Juli wurde im Landkreis Göttingen erstmals das Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen, was zu einer Erweiterung der Sperrzone in Nordniedersachsen führte. Der aktuelle Fall markiert die ersten BTV-8-Ausbrüche in dieser Region.

Erweiterung der Sperrzonen

Die Entdeckung des Virus auf einem Rinderbetrieb hat eine deutliche Ausdehnung der Handelsrestriktionszonen zur Folge. Ursprünglich waren lediglich südliche Gebiete Niedersachsens von Transportbeschränkungen betroffen. Nun erstreckt sich diese Zone über 150 Kilometer um den betroffenen Betrieb und umfasst auch nördliche Teile Niedersachsens sowie angrenzende Regionen in Ostwestfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Innerhalb der Sperrzonen dürfen Tiere weiterhin transportiert werden. Ein Verbringen in BTV-8-freie Gebiete ist allerdings nur unter strikten Auflagen erlaubt, wie etwa vollständiger Impfung oder einem negativen PCR-Test auf das Virus.

Ausbreitung des Virus in Deutschland

Bereits im Juni hatten Veterinärbehörden im hessischen Landkreis Fulda BTV-8-Fälle festgestellt, wodurch ganz Hessen und angrenzende Bundesländer zu Sperrzonen erklärt wurden. Laut dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) sind seit Mai landesweit 41 Fälle von Blauzungenkrankheit registriert worden. Betroffen sind neben Niedersachsen und Hessen auch Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Empfehlungen zur Eindämmung

Das FLI prognostiziert eine weitere Ausbreitung des Blauzungenvirus, insbesondere des neuen Stammes „BTV8-FRA2023“, nach Norden. Deshalb empfiehlt das Institut dringend die Impfung empfänglicher Tiere, um schwerwiegendere Krankheitsverläufe zu vermeiden oder abzumildern.

Angesichts der sich ausweitenden Restriktionszonen weist das FLI darauf hin, dass diese auf interaktiven Karten einsehbar sind, um Landwirte und Tierhalter über aktuelle Entwicklungen zu informieren.