Im Vereinigten Königreich steht erneut ein Wechsel an der Spitze des Ministeriums für Umwelt, Lebensmittel und ländliche Angelegenheiten (DEFRA) an. Die Labour-Politikerin Angela Eagle hat am Montag die Leitung übernommen. Bereits die elfte Person seit 2016, wird sie sich den Herausforderungen der britischen Agrarpolitik stellen müssen, die seit dem Brexit auf der Suche nach neuen Wegen ist.
Ein unruhiger Posten
Angela Eagle folgt auf eine Reihe von Amtsvorgängern, was die unstete Lage in der britischen Regierung widerspiegelt. Auch das Amt des Premierministers ist von häufigen Wechseln betroffen: Der ehemalige Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, hat kürzlich Keir Starmer als Premier abgelöst und ist der siebte Amtsinhaber seit 2016.
Die neue Landwirtschaftsministerin bringt Erfahrung mit, da sie bereits als Staatssekretärin im DEFRA tätig war. In dieser Position war sie bis Juni 2026 aktiv und dürfte daher mit den agrarpolitischen Themen vertraut sein.
Unklarheiten bei der Zukunftsplanung
Nach dem Austritt aus der Europäischen Union sucht das Vereinigte Königreich nach einer zukunftsfähigen Agrarstrategie. Vor kurzem hatte Eagles Vorgängerin einen umfassenden Plan vorgestellt, um die Landwirtschaft bis 2050 zu prägen. Doch ist ungewiss, ob dieser unter der neuen Führung Bestand haben wird. Auf der Webseite des Ministeriums wird darauf hingewiesen, dass das Dokument unter Starmer veröffentlicht wurde.
Bauernverband fordert klare Linie
Der britische Bauernverband NFU hat Angela Eagle in ihrem neuen Amt willkommen geheißen und gleichzeitig betont, wie wichtig es sei, sich an das Wahlprogramm der Labour-Partei zu halten. Laut NFU-Präsident Tom Bradshaw sollte die neue Regierung Ernährungssicherheit als Teil der nationalen und strategischen Sicherheit etablieren.
- Er betonte auch den Beitrag von Landwirten zur Stärkung der nationalen Resilienz.
- Politische Rahmenbedingungen könnten laut Bradshaw helfen, wirtschaftliches Wachstum zu fördern.
- Zudem sollten sie den Druck auf die Haushalte verringern.
