Weizenmarkt konsolidiert auf niedrigem Niveau
Die Weizen-Futures an der Euronext verzeichneten am Mittwoch eine erneute Erholung und legten damit den zweiten Tag in Folge zu. Der September-Kontrakt stieg um 1,50 € auf 203,25 €/t. Auch die Chicago Board of Trade (CBOT) zeigte positive Tendenzen: Der Juli-Future gewann 2,25 Cent und notierte bei 5,87 US-$/bu, was etwa 187 €/t entspricht. Trotz dieser Konsolidierung bleiben die Kursgewinne aufgrund günstiger Wetterbedingungen in der Europäischen Union sowie in Russland und der Ukraine begrenzt. Händler bereiteten sich auf den bevorstehenden WASDE-Report des US-Landwirtschaftsministeriums vor.
Ölsaaten: Sojabohnen zeigen erste Erholung
Nach einer längeren Durststrecke verbuchten die Sojabohnen-Futures an der CBOT am Mittwoch erstmals wieder einen Anstieg. Der November-Kontrakt erhöhte sich um 6,5 Cent auf 11,38 US-$/bu (362 €/t). Auch der Rapsmarkt an der Euronext profitierte von dieser Entwicklung und schloss mit einem deutlichen Plus von 7,25 € im August-Kontrakt bei 528,00 €/t. Die Preissteigerungen sind unter anderem auf festere Rohölpreise sowie einen stabileren Markt für Pflanzenöle und kanadische Canola zurückzuführen.
Coceral senkt Maisernteprognose
Im Maishandel zeigten sich am Mittwoch gemischte Signale. Während der August-Kontrakt an der Euronext unverändert bei 216,50 €/t schloss, fiel der Juli-Future an der CBOT leicht um 0,5 Cent auf 4,19 US-$/bu (143 €/t). Dennoch gab es leichte Zuwächse bei späteren Terminen. Der Markt sieht sich weiterhin durch günstige Wetterbedingungen in den USA beeinflusst, die das Pflanzenwachstum begünstigen. In Europa hingegen stützen sich die Preise auf eine Verschlechterung der Ernteaussichten für das Jahr 2026. Coceral hat seine Prognose für die EU-Maisernte von ursprünglich 60,2 Mio. t auf jetzt 57,2 Mio. t gesenkt.
Schwäche im Milchsektor: Butter und Pulver unter Druck
Der Handel mit Butter konzentriert sich an der EEX weiterhin auf die Herbsttermine. Der meistgehandelte September-Future notierte am Mittwoch auf einem Tiefstand von 4.000 €/t – ein Rückgang um 99 € gegenüber dem Vorwochenschluss. Ähnlich entwickelte sich das Magermilchpulver, das nur leicht um 15 € auf 2.690 €/t nachgab. Das hohe Angebot im Milchsektor setzt die Preise weiter unter Druck. Trotz sinkender Erzeugerpreise ist nicht mit einer signifikanten Reduzierung der Produktion zu rechnen.
