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Hohe Kosten und Wetterrisiken beeinflussen Maismarkt 2026/27

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine jüngsten Prognosen für den globalen Maismarkt 2026/27 vorgestellt, die von hohen Produktionskosten und klimatischen Unsicherheiten geprägt sind. Die aktualisierte Vorhersage für die weltweite Maisproduktion bleibt nahezu unverändert bei 1.300 Millionen Tonnen, was einem Rückgang von etwa 2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auswirkungen steigender Kosten auf die Anbauentscheidungen

Die Kosten für Dünger und Energie sind derzeit besonders hoch, was die Anbauentscheidungen in der kommenden Saison erheblich beeinflussen könnte. In Ländern wie Brasilien und Argentinien, die sich frühzeitig um Düngemittelimporte kümmern müssen, könnte dies zu einer reduzierten Anbauintensität führen. Die zukünftige Preisentwicklung dieser Betriebsmittel bleibt ein entscheidender Faktor für die Produktionsplanung der Landwirte.

EU-Maisanbaufläche vor historischem Tiefstand

In der Europäischen Union wird eine Verringerung der Maisanbaufläche um 6 % erwartet, womit ein neuer Tiefstand erreicht werden könnte. Wiederkehrende Sommerdürreperioden und steigende Inputkosten verursachen Unsicherheit bei den Landwirten. Trotz vermuteter höherer Erträge wird mit einer Produktionserhöhung um 2 % auf rund 59 Millionen Tonnen gerechnet.

Regionale Entwicklungen im Maisanbau

In den Vereinigten Staaten verläuft die Maisaussaat schneller als üblich, mit 76 % der Flächen bis zum 17. Mai eingesät – über dem langjährigen Durchschnitt von 70 %. Dennoch wird erwartet, dass die Ernte aufgrund einer kleineren Anbaufläche und Rückkehr zu normalen Erträgen um 6 % auf etwa 406 Millionen Tonnen abnimmt.

China hingegen profitiert von stabilen Preisen und guten Erlösen, was zu einer leichten Ausweitung der Anbaufläche führt. Bei weiterhin günstigen Erträgen dürfte die Produktion um 2 % auf einen neuen Rekord von 306 Millionen Tonnen steigen.

Anstieg des globalen Maisverbrauchs

Laut IGC wird der weltweite Maisverbrauch leicht auf 1.316 Millionen Tonnen angehoben. Ein höherer Futtereinsatz in Ostasien und Nordafrika gleicht dabei leichte Rückgänge beim Nahrungsverbrauch in Subsahara-Afrika aus. Die Zunahme beträgt jedoch nur +0,3 %, das geringste Wachstum in den letzten vier Jahren.

Lagerbestände und Welthandel beeinflussen Versorgungslage

Trotz eines prognostizierten Rückgangs der weltweiten Lagerbestände um 5 %, verbleiben diese über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre bei 291 Millionen Tonnen. Der Welthandel soll mit knapp 200 Millionen Tonnen ein Rekordniveau erreichen, angetrieben durch höhere Importe aus Ländern wie Ägypten, Vietnam und Kolumbien.

Sowohl IGC als auch USDA deuten darauf hin, dass trotz variierender Anfangsbestände ein Trend sinkender Endbestände besteht, da der Verbrauch das Produktionswachstum übersteigt.