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Agrarmärkte im Schatten des Nahost-Konflikts

Die jüngsten Spannungen zwischen Israel und dem Iran wirken sich auch auf die Landwirtschaft aus – allerdings nicht in allen Bereichen gleichermaßen. Seit dem Beginn der militärischen Auseinandersetzungen am 13. Juni 2025 zeigen die globalen Agrarmärkte differenzierte Reaktionen.

Der Getreidemarkt zeigt bislang nur geringe Bewegung. Weder Israel noch der Iran gehören zu den führenden Exporteuren in diesem Bereich, sodass die Preisentwicklung weitgehend stabil bleibt. Zwischen dem 13. und dem 17. Juni legte der Preis für Matif-Weizen lediglich um vier Euro pro Dezitonne zu. Marktanalysten sehen aktuell kaum Anzeichen für eine spürbare Preisaufwärtsbewegung.

Anders stellt sich die Lage bei den Ölsaaten dar. Hier zeigen sich deutliche Preisanstiege. Raps an der Matif konnte in der vergangenen Woche zulegen und notierte zuletzt bei über 490 Euro – ein Niveau, das seit Wochen nicht erreicht wurde. Der Preisanstieg steht in direktem Zusammenhang mit den gestiegenen Rohölpreisen, ausgelöst durch die Eskalation im Nahen Osten. Die Beteiligung der USA am Konflikt trägt zur Verunsicherung auf den Energiemärkten bei, was sich auf die Preise für pflanzliche Öle auswirkt.

Ein möglicher Engpass in der Straße von Hormus stellt ein weiteres Risiko dar. Als bedeutende Seeverbindung für den globalen Ölhandel passieren rund 20 bis 30 Prozent der weltweiten Öllieferungen diese Meerenge. Sollte es zu einer Blockade durch den Iran kommen, wären starke Preissprünge am Ölmarkt zu erwarten. Dies könnte auch indirekt Auswirkungen auf landwirtschaftliche Produktionskosten haben.

Die Düngemittelmärkte zeigen sich bisher wenig beeindruckt vom Nahostkonflikt. Stattdessen wirken sich andere Faktoren stärker aus, insbesondere die jüngst beschlossenen Importzölle der EU auf russische Ware. Trotz sinkender Preise in den vergangenen Wochen könnte ein erneuter Anstieg beim Öl auch bei Düngemitteln einen Effekt nach sich ziehen.

Internationale politische Rückendeckung erfährt Israel durch die G7-Staaten. Die Gruppe betont das Recht Israels auf Selbstverteidigung und lehnt ein iranisches Atomwaffenprogramm klar ab. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte beim Gipfeltreffen seine Unterstützung für das israelische Vorgehen gegen Teheran.

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