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Bauern fühlen sich von der Ampelkoalition im Stich gelassen

In der Landwirtschaft herrscht Frustration über die Ampel-Koalition: Trotz monatelanger Proteste und der Ankündigung steuerlicher Erleichterungen scheint die Unterstützung für die Landwirte zu bröckeln. Die geplante Senkung des Pauschalierungssatzes auf 8,4% und das Ausbleiben einer steuerfreien Risikorücklage enttäuschen viele in der Branche. Das sogenannte Wachstumschancengesetz bringt ebenfalls wenig Entlastung für Land- und Forstwirte, was die Frage aufwirft, ob die monatelangen Proteste vergeblich waren.

Trotzdem gibt es auch positive Entwicklungen: Die Pflichtbrache entfällt, und die EU-Pflanzenschutzverordnung SUR wurde zurückgezogen, teilweise dank der Unterstützung durch Proteste in anderen EU-Ländern. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband betont, dass das Interesse und die Wertschätzung für die Landwirtschaft in der Gesellschaft nie höher waren.

Jedoch stehen Landwirte vor erheblichen finanziellen Einbußen durch den Wegfall der Agrardiesel-Subvention, die jährlich etwa 450 Millionen Euro ausmacht. Die Tarifglättung bietet nur für einige Betriebe Vorteile, und juristische Personen profitieren gar nicht. Neue Vorschriften und Bürokratie, wie das „Zukunftsprogramm Pflanzenschutz“ und die „Entwaldungsfreien Lieferketten“, könnten weitere Belastungen für die Branche darstellen.

Die Erwartungen der Land- und Forstwirte waren groß, insbesondere durch die strikten Forderungen des Bauernpräsidenten Joachim Rukwied. Trotz der Herausforderungen will er den Agrardiesel im Bundestagswahlkampf 2025 thematisieren, in der Hoffnung auf eine Rücknahme der Kürzungen durch eine mögliche CDU/CSU-geführte Bundesregierung.

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