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Raps erreicht Vier-Monats-Hoch, Mais verzeichnet starkes Plus

Am europäischen Kassamarkt für Raps wurde ein bemerkenswerter Anstieg verzeichnet. Der Raps-Future für November 2026 stieg an der Euronext um 3,25 Euro auf 522,00 Euro pro Tonne. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Sojabohne an der CBoT einen leichten Rückgang um 6,5 Cent auf 12,77 US-Dollar pro Bushel, was etwa 419 Euro pro Tonne entspricht. Die Verluste bei den Sojabohnen wurden durch eine bedeutende USDA-Verkaufsmeldung gemildert, wonach China kürzlich 470.000 Tonnen Sojabohnen erwarb. Diese Entwicklung markiert den ersten großen chinesischen Einkauf seit dem Treffen zwischen Xi Jinping und Donald Trump vor drei Wochen.

Weizenpreise stabilisieren sich

Die Preise für Weizen haben sich nach einem vorherigen Rückgang wieder gefestigt. Der Dezember-Weizenfuture legte an der Euronext um 2,50 Euro auf 248,25 Euro pro Tonne zu. Auch an der CBoT stieg der Dezember-Kontrakt um 4 Cent auf 6,73 US-Dollar pro Bushel (etwa 221 Euro pro Tonne). Die verzögerte Aussaat des Winterweizens in den USA beeinflusst diese Preisentwicklung positiv. Die aktuelle Pflanzrate liegt bei lediglich 51 Prozent und damit hinter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre von 58 Prozent zurück. Hinzu kommen Bedenken über die ukrainischen Weizenausfuhren, die laut ukrainischer Agrarunion auf maximal 11 Millionen Tonnen für das Erntejahr 2026/27 begrenzt sein könnten – deutlich unter den Erwartungen von USDA und dem Vorjahreswert.

Maispreis legt kräftig zu

An der Euronext erreichte der Mais-Future für November ein neues Hoch von 303,00 Euro pro Tonne, was einem Anstieg von 14,00 Euro entspricht. Im Gegensatz dazu fiel der Dezember-Kontrakt an der CBoT um 2 Cent auf 4,81 US-Dollar pro Bushel (etwa 169 Euro pro Tonne). Diese Preisstabilität wird durch Prognosen über geringere Exporte aus der Ukraine gestützt. Die ukrainische Agrarunion erwartet für das Jahr 2026/27 Maisexporte von nur noch 18 bis 19 Millionen Tonnen – weniger als die bisherige USDA-Prognose von 22 Millionen Tonnen. Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Maisproduktionsschätzung ebenfalls reduziert und geht nun von nur noch 7,3 Millionen Tonnen aus, was lediglich etwa die Hälfte der Ernte des Jahres 2025 darstellt.

Milchprodukte ohne große Veränderungen

Im Milchsektor bleiben die Preise stabil. Für Magermilchpulver bleibt der Kurs an der EEX unverändert bei 3.525 Euro pro Tonne im Oktoberfrontmonat. Auch bei Butter gab es keine großen Schwankungen; hier schloss der Oktoberkontrakt bei unveränderten 4.175 Euro pro Tonne im Vergleich zur Vorwoche. Der schwache Euro unterstützt zwar das Exportgeschäft, dennoch besteht in Bezug auf die zukünftigen Milchlieferungen in der EU weiterhin Unsicherheit.