In den letzten Monaten haben sich die Preise für Brennholz in Deutschland erheblich verändert, was sowohl auf die allgemeine Marktlage als auch auf spezifische wirtschaftliche Faktoren zurückzuführen ist. Besonders vor Beginn der Heizsaison erleben Verbraucher einen deutlichen Anstieg der Kosten, ausgelöst durch die steigende Nachfrage und die hohen Preise für alternative Heizstoffe wie Gas und Öl.
Preisentwicklung und regionale Unterschiede
Im März 2026 erreichten die Brennholzpreise für Laubholz ein Rekordhoch, bevor sie bis zur Jahresmitte um etwa 6 % sanken. Doch schon im Juli stiegen die Preise wieder: Nadelholz verteuerte sich um 6 %, Laubholz um knapp 2 %. Diese Preissteigerungen sind nicht einheitlich über das ganze Land verteilt. Eine Untersuchung des NDR zeigt beispielsweise, dass die Preise für trockenes Buchenholz in Schleswig-Holstein bis zu 20 % höher sein können als in südlichen Bundesländern. Die Verfügbarkeit von Holzvorräten und die Anzahl der Händler spielen hier eine wichtige Rolle.
Faktoren, die zu Preissteigerungen führen
Die aktuelle Energiekrise hat weitreichende Auswirkungen auf den Holzmarkt. Neben der erhöhten Nachfrage treiben explodierende Kosten für Gas, Heizöl und Holzpellets auch die Brennholzpreise in die Höhe. Darüber hinaus belasten gestiegene Transport- und Logistikkosten den Markt zusätzlich. Brennholzhändler müssen daher ihre Preise anpassen, was sich unmittelbar auf Verbraucher auswirkt.
Laut Christoph Schnöwitz, einem Brennholzhändler aus Schleswig-Holstein, kostet ein Schüttraummeter Buche derzeit etwa 150 Euro, während gemischtes Laubholz bei 125 Euro liegt. Er prognostiziert Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent in naher Zukunft.
Brennholzkauf: Wichtige Überlegungen
Käufer sollten beim Erwerb von Brennholz mehrere Faktoren berücksichtigen: Preisunterschiede zwischen Regionen, der Trocknungsgrad des Holzes sowie die Scheitlänge beeinflussen den Endpreis erheblich. Die Länge der Holzscheite (meist 25 bis 40 cm) sowie unterschiedliche Mengeneinheiten wie Schüttraummeter oder Raummeter machen einen Preisvergleich oft schwierig.
Professionelle Brennholzhändler bieten ofenfertiges Buchenholz im September 2026 meist zwischen 120 und 135 Euro je Schüttraummeter an, während Preise im Baumarkt deutlich höher sein können – bis zu 190 Euro je SRM sind keine Seltenheit.
Empfehlung für Verbraucher
Angesichts der steigenden Brennholzpreise sollten Verbraucher sorgfältig verschiedene Angebote vergleichen und auf Faktoren wie Transportkosten achten. Obwohl der Kauf direkt beim Forstamt oft günstiger ist, erfordert dies mehr Eigenarbeit bei der Verarbeitung des Holzes.

