Die Importe von Schweinen und Ferkeln nach Deutschland verzeichnen weiterhin einen Rückgang, wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet. Zwar hat sich der Abwärtstrend im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt, dennoch liegt das Importvolumen spürbar unter den früheren Werten.
Rückläufige Einfuhren in 2026
Im Zeitraum von Januar bis August 2026 wurden etwa 7 Millionen Schweine und Ferkel nach Deutschland importiert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem leichten Rückgang von knapp 1 % entspricht. Dieser Trend ist besonders bei Lieferungen aus den Nachbarländern zu beobachten.
Dänemark und die Niederlande bleiben die führenden Lieferanten für diese Tiere, wobei ein Großteil der Importe aus diesen Ländern Ferkel sind, die in deutschen Betrieben gemästet werden. Während die Anzahl der Importe aus Dänemark stabil blieb, war ein leichter Rückgang bei den niederländischen Lieferungen zu verzeichnen. Belgien und Luxemburg spielen als Herkunftsländer eine eher unbedeutende Rolle.
Strukturwandel als Ursache
Laut AMI ist der rückläufige Importbedarf vor allem auf strukturelle Veränderungen am deutschen Schweinemarkt zurückzuführen. Die Anpassung der Bestandsstrukturen und ein reduzierter Bedarf an importierten Tieren tragen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Trotz ihrer Rolle als Hauptlieferanten sehen sich Dänemark und die Niederlande mit einem sinkenden Bedarf konfrontiert.
Diese Veränderung deutet auf eine Transformation innerhalb der deutschen Schweinehaltung hin, die möglicherweise auch mit einer Effizienzsteigerung oder einer verstärkten Orientierung auf inländische Zuchtbetriebe zusammenhängt.
